Konferenz in Bottrop sieht Zukunft für die Kohle



Großbildansicht Bürgermeister Klaus Strehl.

"Unsere Kohle hat Zukunft" war das Thema einer Konferenz der IG-BCE heute (5. November 2008) in Bottrop, zu der rund 200 Teilnehmer gekommen waren. Ziel der Konferenz war es, energiepolitische und regionalökonomische Argumente für eine Fortführung der Steinkohleförderung über 2018 hinaus zu diskutieren. Im Namen der Stadt Bottrop richtete Bürgermeister Klaus Strehl ein Grußwort an die Versammlung, zu der neben Vertretern aus den Steinkohlerevieren auch Vertreter der Politik gekommen waren.

Strehl verwies in seinem Grußwort darauf, dass die Stadt Bottrop auf eine gemeinsame Zukunft mit dem Bergbau setze, obwohl man sich auch um andere Industrie- und Dienstleistungsbereiche in dieser Stadt bemühe. Dem Bergwerk Prosper-Haniel attestierte er solide Zukunftsaussichten.

"Es wäre falsch, anzunehmen, angesichts des drohenden Auslaufes des Steinkohlebergbaus im Jahr 2018 würde bereits jetzt die Abwicklung des Betriebs vorbereitet", sagte Strehl. "Vielmehr wird mit aller Kraft daran gearbeitet, die Wirtschaftlichkeit des Bergwerkes zu erhöhen." Dabei verwies er auf Lagerstätten für die rentable Kokskohle.

Nach der aktuellen Beschlusslage werde in Bottrop über das Jahr 2012 hinaus Kohle gefördert, so Strehl. In Bottrop seien Bereiche wie Service und Logistik der DSK angesiedelt, deswegen werde der Rückbau von Schachtanlagen sich auch auf diese zentralen Bereiche auswirken und dort zu Arbeitsplatzverlusten führen.

Die Politik auf Bundesebene rief er auf, angesichts der internationalen Rohstoffkrise den Ausstiegsbeschluss zu überdenken, um sich so einen Zugang zu den Rohstofflagerstätten zu erhalten.

(05.11.2008)