Dekadenprojekt der Landesregierung stößt auf Zustimmung

Die Hauptverwaltungsbeamten des Ruhrgebiets verabschieden Duisburger Erklärung

Unter dem Titel "Die neue Dekade - eine Chance für die Metropole Ruhr" haben die Obebürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sowie die Landräte der im RVR zusammengeschlossenen Städte und Kreise auf ihrer Sitzung am 19. Mai 2011 in Duisburg eine Erklärung verabschiedet, in der sie einhellig das von der Landesregierung angekündigte "Dekadenprojekt" begrüßen. Das Dekadenprojekt soll an die Erfolge der Internationalen Bauausstellung Emscherpark und der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 anknüpfen und dem Ruhrgebiet eine Entwicklungsperspektive für die Zeit bis zum Jahr 2020 eröffnen.


Großbildansicht Oberbürgermeister Bernd Tischler (4. von links) mit den Landräten und Oberbürgermeistern des Ruhrgebiets in Duisburg.

Dabei sollen schon eingeleitete Projekte und Initiativen wie "Emscherumbau", "InnovationCity", "Campus Ruhr", der "EffizienzCluster LogistikRuhr", der "Gesundheitscampus NRW", die "Kreativ Quartiere" an der Ruhr oder die Bewerbung um die europäische Umwelthauptstadt inhaltlich und strategisch gebündelt werden. Außerdem sollen neue Projekte entwickelt und integriert werden. Als erster Schritt soll das Vorhaben vom RVR in Kooperation mit der Landesregierung und den Unternehmen aus der Region gemeinsam vorbereitet werden. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wird im Namen aller 16 Hauptverwaltungsbeamten in einem Schreiben die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft, über die Position der Ruhrgebietsstädte und -kreise informieren.

Wortlaut der Erklärung:

"Die Oberbürgermeisterinnen, Oberbürgermeister und Landräte der im RVR zusammengeschlossenen Städte und Kreise begrüßen einhellig das von der Landesregierung angekündigte neue "Dekadenprojekt" für die Metropole Ruhr. Die Metropole Ruhr steht vor der gewaltigen Aufgabe, den Wandel der Energie- und Ressourcenbasis der Produktion mit dem demographischen und sozialen Wandel der Region zukunftsorientiert zu verbinden. Dies kann nur mit einem Schub für Innovationen, neue Technologien und interkommunale Kooperation gelingen. Das neue Dekadenprojekt ist der richtige Rahmen für diese Aufgabe. Für die Oberbürgermeisterinnen, Oberbürgermeister und Landräte stehen nun die weitere konkrete Vorbereitung des Projektes innerhalb des Regionalverbandes Ruhr in Zusammenarbeit mit der Landesregierung und den Ruhr-Unternehmen im Zentrum der Aufgaben.

Das neue Dekadenprojekt knüpft an die gute Tradition der Mobilisierungs- und Veränderungserfolge der IBA-Emscher Park und der Kulturhauptstadt 2010 an. Damit entwickeln wir über den Zeitraum der nächsten zehn Jahre eine strukturwirksame Gesamtstrategie für die Metropole Ruhr mit einer Präsentation im Jahr 2020. Wichtige Maßnahmen und Initiativen wie der Emscher-Umbau, die InnovationCity, der Campus Ruhr, der EffizienzCluster LogistikRuhr, der Gesundheitscampus NRW, die Kreativ.Quartiere an der Ruhr und die Bewerbung für die europäische Umwelthauptstadt sollen inhaltlich und strategisch zusammengeführt werden. Darüber hinaus werden neue Ideen und Projekte für den Wandel durch nachhaltige Innovation an der Ruhr gesucht. Wir fühlen uns mit unseren Städten, ihren Menschen, Unternehmen und Initiativen aufgerufen, am kommenden Wettbewerb der Ideen aktiv zu beteiligen. Unter dem Dach des Dekadenprojektes geht es um eine gemeinsame Kraftanstrengung für einen Effizienzumbau der urbanen Lebensräume an der Ruhr. Der Dialog zwischen Bürgern, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist ein fester Bestandteil des Dekadenprojekts. Wir wollen mit dem Projekt nicht nur Neues bewegen sondern auch neue Wege der demokratischen Beteiligung gehen. Industrielle Zukunft und besseres Leben sind keine Gegensätze. Wir wollen mehr Zukunft unternehmen, und die Bürgerinnen und Bürger unserer Städte und Kreise sind die Basis für dieses Ziel."

(20.05.2011)