Ausländische Mitbürger wählen Integrationsrat

Oberbürgermeister Bernd Tischler hofft auf hohe Wahlbeteiligung
Demokratie und Integration leben vom Mitmachen. Am Sonntag, 7. Februar 2010, wird ein neuer Integrationsrat gewählt. Oberbürgermeister Bernd Tischler ruft zur Teilnahme an der Wahl auf. "Der Integrationsrat ist ein wesentlicher Bestandteil unserer lokalen Demokratie. Durch den Integrationsrat ist die politische Teilhabe der Migranten gesichert", so der Oberbürgermeister.

Der Integrationsrat ist die politische Vertretung aller ausländischen Mitbürger und kann sich mit allen Angelegenheiten der Stadt befassen. Insbesondere befasst sich der Integrationsrat mit Themen, die sich aus dem Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft ergeben.

25 Mitglieder stellen den Integrationsrat. Bei der Wahl am 7. Februar wird über die Besetzung von 17 Mandaten entschieden. Acht Mitglieder werden vom Rat der Stadt Bottrop in das Gremium entsandt.

Wahlberechtigt sind alle ausländischen Mitbürger ab 16 Jahren, die seit mindestens 16 Tagen in Bottrop leben. Außerdem sind alle Deutschen wahlberechtigt, die die deutsche Staatsangehörigkeit in den letzten fünf Jahren erhalten haben. Sie müssen jedoch einen Antrag auf Aufnahme in das Wählerverzeichnis beim Wahlamt der Stadt Bottrop im Rathaus, Zimmer 5, bis spätestens 26. Januar stellen. Asylbewerber und Ausländer, die mit einer Duldung in Bottrop leben, sind nicht wahlberechtigt.

Bewerber um ein Mandat können bis zum 4. Januar einen Wahlvorschlag einreichen. Möglich ist es, sich entweder als Einzelbewerber oder in Listengemeinschaften zur Wahl zu stellen. Hierfür brauchen die Bewerber acht Unterstützerunterschriften. Informationen zum Wahlablauf und Formulare zur Kandidatur und zur Briefwahl gibt es im Internet unter www.bottrop.de, im Wahlamt, Tel. 70 3493 und 70 4174 oder im Referat Migration, Süleyman Gür, Gladbecker Str. 79, Tel. 70 4769.

Oberbürgermeister Bernd Tischler setzt auf eine hohe Wahlbeteiligung. "Mit einer hohen Wahlbeteiligung wird die demokratische Selbstvertretung der Migranten gestärkt. Je mehr Bürger zur Wahl gehen, desto mehr Gewicht erhalten die Forderungen des Integrationsrates", sagt Bernd Tischler.

(17.12.2009)