Integrationskonferenz als Willkommenssignal
250 Teilnehmer wollen multikulturelle Stadtgesellschaft stärken
Die Lebensqualität für Migranten in Bottrop zu verbessern, ist das Ziel der ersten Integrationskonferenz, die jetzt im Saalbau stattgefunden hat. Rund 250 Besucher - mit und ohne Zuwanderergeschichte - nahmen an der Konferenz teil, zu der NRW-Minister für Integration Armin Laschet als Redner eingeladen war.
Laschet betonte das hohe Engagement Bottrops in Sachen Integration. "Es ist notwendig, dass die ganze Bottroper Gesellschaft an dem Integrationskonzept mitwirkt und nicht nur ein paar Experten", sagte der CDU-Politiker. Die Bottroper Initiative sei ein Vorbild für das ganze Land: "Integration muss vor Ort umgesetzt werden." Ein Schlüssel für den Erfolg seien Bildung und Sprache. Die Landesregierung habe deshalb für vierjährige Kinder Sprachtests eingeführt und 28 Millionen Euro für die Sprachförderung bereitgestellt.
Laschet betonte das hohe Engagement Bottrops in Sachen Integration. "Es ist notwendig, dass die ganze Bottroper Gesellschaft an dem Integrationskonzept mitwirkt und nicht nur ein paar Experten", sagte der CDU-Politiker. Die Bottroper Initiative sei ein Vorbild für das ganze Land: "Integration muss vor Ort umgesetzt werden." Ein Schlüssel für den Erfolg seien Bildung und Sprache. Die Landesregierung habe deshalb für vierjährige Kinder Sprachtests eingeführt und 28 Millionen Euro für die Sprachförderung bereitgestellt.
Bereits 1955 kamen die ersten Zuwanderer aus Italien nach Deutschland. Laschet räumte ein, dass mit der Integrationspolitik heute die Schritte unternommen werden, die bereits vor Jahrzehnten hätten gemacht werden müssen. Inwieweit die jetzigen Maßnahmen Erfolg hätten, lasse sich bereits in den nächsten Jahren am Anteil der Migranten bei Gymnasiasten und bei Schulabbrechern ablesen.
Auch in anderen Politikfeldern wie Stadtentwicklung und Gesundheit sieht Laschet Nachholbedarf. Dabei gelte es, die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten zu berücksichtigen. Ein lange vernachlässigter Bereich sei die Altenpflege. "Immer mehr Zuwanderer der ersten Generation gehen nicht in ihre Heimatländer zurück, sondern bleiben in Deutschland, weil sie ihre Familien nicht verlassen wollen", sagte Minister Laschet. Die Geschichte der Zuwanderung sei eine Erfolgsgeschichte. In NRW leben 4,1 Millionen Migranten. "Sie haben maßgeblichen Anteil an der wirtschaftlichen Leistungskraft unseres Landes", so Laschet. Auf Grund der demografischen Entwicklung werde ihre Bedeutung noch steigen. Er hoffe, dass von der Konferenz ein Willkommenssignal an die Zuwanderer ausgehe.
Auch in anderen Politikfeldern wie Stadtentwicklung und Gesundheit sieht Laschet Nachholbedarf. Dabei gelte es, die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten zu berücksichtigen. Ein lange vernachlässigter Bereich sei die Altenpflege. "Immer mehr Zuwanderer der ersten Generation gehen nicht in ihre Heimatländer zurück, sondern bleiben in Deutschland, weil sie ihre Familien nicht verlassen wollen", sagte Minister Laschet. Die Geschichte der Zuwanderung sei eine Erfolgsgeschichte. In NRW leben 4,1 Millionen Migranten. "Sie haben maßgeblichen Anteil an der wirtschaftlichen Leistungskraft unseres Landes", so Laschet. Auf Grund der demografischen Entwicklung werde ihre Bedeutung noch steigen. Er hoffe, dass von der Konferenz ein Willkommenssignal an die Zuwanderer ausgehe.
Auf die stärker werdende Rolle der Migranten wies auch Oberbürgermeister Peter Noetzel bei der Eröffnung der Konferenz hin. Über 20 Prozent der Einwohner in Bottrop, rund 25.000 Menschen, seien Migranten und ihr Anteil wachse. Auf diese Entwicklung müsse die Stadt reagieren. Oberbürgermeister Noetzel: "Die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind auch in Bottrop noch von dem demokratischen Ziel einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe entfernt. Mit dieser Situation wollen wir uns nicht abfinden."
Noetzel setzt dabei auf Netzwerkarbeit, die alle Institutionen in der Stadt verknüpft. "Als Stadtverwaltung können wir die Aufgabe nicht allein bewältigen." Insbesondere forderte er die Migranten auf, sich zu engagieren. "Ohne ihre aktive Mitwirkung wird das beste Konzept nicht gelingen. Wir können auf ihre Kompetenz nicht verzichten." Trotz einiger Erfolge, wie die Einrichtung eines Integrationsbüros und Integrationsrats, wisse er, dass der größte Teil der Arbeit noch bevorstehe. Der Oberbürgermeister wies auch auf die Mitarbeiterstruktur der Stadtverwaltung hin. Lediglich drei Prozent hätten einen Migrationshintergrund - also ein deutlich geringerer Anteil als im Bevölkerungsdurchschnitt. "Diesen Anteil wollen wir in den nächsten Jahren deutlich steigern", sagte Peter Noetzel.
Im Anschluss an die Reden suchten die Konferenzteilnehmer in Arbeitsgruppen nach konkreten Handlungsempfehlungen, die als Grundlage eines Integrationskonzepts dienen sollen. Im Mittelpunkt standen dabei Bildung und berufliche Ausbildung. Weitere Workshops drehten sich um die Themen Freizeit, Stadtentwicklung und soziale Hilfestellungen.
Noetzel setzt dabei auf Netzwerkarbeit, die alle Institutionen in der Stadt verknüpft. "Als Stadtverwaltung können wir die Aufgabe nicht allein bewältigen." Insbesondere forderte er die Migranten auf, sich zu engagieren. "Ohne ihre aktive Mitwirkung wird das beste Konzept nicht gelingen. Wir können auf ihre Kompetenz nicht verzichten." Trotz einiger Erfolge, wie die Einrichtung eines Integrationsbüros und Integrationsrats, wisse er, dass der größte Teil der Arbeit noch bevorstehe. Der Oberbürgermeister wies auch auf die Mitarbeiterstruktur der Stadtverwaltung hin. Lediglich drei Prozent hätten einen Migrationshintergrund - also ein deutlich geringerer Anteil als im Bevölkerungsdurchschnitt. "Diesen Anteil wollen wir in den nächsten Jahren deutlich steigern", sagte Peter Noetzel.
Im Anschluss an die Reden suchten die Konferenzteilnehmer in Arbeitsgruppen nach konkreten Handlungsempfehlungen, die als Grundlage eines Integrationskonzepts dienen sollen. Im Mittelpunkt standen dabei Bildung und berufliche Ausbildung. Weitere Workshops drehten sich um die Themen Freizeit, Stadtentwicklung und soziale Hilfestellungen.
(23.11.2007)

