Ehrenamt schafft soziale Stabilität
Oberbürgermeister Bernd Tischler zeichnet engagierte Bürger mit Stadtplaketten und Stadtmedaillen aus.
Vor 90 Jahren erhielt Bottrop die Stadtrechte. Anlässlich dieses Jubiläums wurden zahlreiche Gäste in den Kammermusiksaal des Kulturzentrums August Everding geladen. Acht Bottroper Bürger erhielten während der Feierstunde die Stadtplakette für ihr ehrenamtliches Engagement und 15 Kommunalpolitiker wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit in Bezirksvertretungen und Rat mit der Stadtmedaille ausgezeichnet. "Diese Bürger fragen nicht nur, was sie tun können für den Staat, für die Gesellschaft und damit für uns alle. Sie tun es auch", sagte Oberbürgermeister Bernd Tischler während der Laudatio.
Die Beteiligung der Bürger an den Belangen der Allgemeinheit dient der sozialen Stabilität und damit der Identifikation der Menschen mit dem Gemeinwesen, sagte der Oberbürgermeister von Mönchengladbach Norbert Bude. Als Vorsitzender des Städtetages Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Präsidiums des Deutschen Städtetages hielt er den zentralen Vortrag der Festveranstaltung. Neben dem bürgerschaftlichen Engagement betonte er vor allem die Folgen der desolaten Finanzsituation der Städte und Kommunen.
"Städte erbringen einen Großteil der Leistungen, die für das Leben der Bürger und für die lokale Wirtschaft von zentraler Bedeutung sind", so Bude. Als Beispiele nannte er Kindergärten, den öffentlichen Nahverkehr, Straßen, Schwimmbäder und Spielplätze. Zudem seien Rat und Bezirksvertretungen in den Städten Austragungsorte unmittelbarer örtlicher Demokratie. "Ohne die Städte ist kein Staat zu machen", so Bude. Dennoch sei die Lage der Städte so ernst wie lange nicht mehr. Wegbrechende Steuereinnahmen und wachsende Belastungen bei sozialen Ausgaben führen zu einer strukturellen Finanzkrise. "Die Städte in unserem Land sind seit vielen Jahren hoffnungslos unterfinanziert", so der Vorsitzende des NRW-Städtetages. Er forderte von Bund und Land, den Kommunen nicht weiterhin neue Aufgaben aufzubürden, ohne für die Kosten aufzukommen.
In seinen Ausführungen betonte Bude die Kooperation von Staat und Zivilgesellschaft mit Kirchen, Vereinen und engagierten Einzelpersonen. "Die Städte sollten den Einsatz von Bürgern nach Kräften fördern und unterstützen", sagte Bude. Nur mit Hilfe der Bürger seien zusätzliche Angebote in einer Stadt möglich. Er habe großen Respekt vor den Verdiensten für das Gemeinwohl. An die Preisträger richtete Bude den Appell: "Machen Sie weiter so. Lassen Sie sich von Rückschlägen und Enttäuschungen nicht entmutigen."
Oberbürgermeister Bernd Tischler sieht in den ausgezeichneten Bürgern Vorbilder für andere. Er wisse zwar, dass engagierte Menschen oft nicht so gerne im Rampenlicht stehen, aber als Vorbilder seien sie geradezu verpflichtet, "ihre Leistungen nach außen zu tragen und öffentlich zu machen", betonte Tischler.
Für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhielten die Stadtplakette: Heinz Amthor, Dr. Elisabeth Fessl de Alemany, Wiltrud Evers, Arthur K. Führer, Wolfgang Kutta, Erika Niggemeier, Dr. Wolfgang Ohm und Willibald Wiechers.
Für die langjährige Zugehörigkeit und den Einsatz im Rat und in den Bezirksvertretungen wurden mit der Stadtmedaille ausgezeichnet: Johannes Alkemper, Wolfgang Altmeyer, Dorothee Askemper, Ruth Becker, Monika Budke, Helmut Hohler, Hermann Hirschfelder, Bernd Hohaus, Werner Kamratowski, Jürgen Koch, Helmut Kucharski, Gert Neugebauer, Cornelia Ruhkemper, Michael Schajor, Josef Weiner.
"Städte erbringen einen Großteil der Leistungen, die für das Leben der Bürger und für die lokale Wirtschaft von zentraler Bedeutung sind", so Bude. Als Beispiele nannte er Kindergärten, den öffentlichen Nahverkehr, Straßen, Schwimmbäder und Spielplätze. Zudem seien Rat und Bezirksvertretungen in den Städten Austragungsorte unmittelbarer örtlicher Demokratie. "Ohne die Städte ist kein Staat zu machen", so Bude. Dennoch sei die Lage der Städte so ernst wie lange nicht mehr. Wegbrechende Steuereinnahmen und wachsende Belastungen bei sozialen Ausgaben führen zu einer strukturellen Finanzkrise. "Die Städte in unserem Land sind seit vielen Jahren hoffnungslos unterfinanziert", so der Vorsitzende des NRW-Städtetages. Er forderte von Bund und Land, den Kommunen nicht weiterhin neue Aufgaben aufzubürden, ohne für die Kosten aufzukommen.
In seinen Ausführungen betonte Bude die Kooperation von Staat und Zivilgesellschaft mit Kirchen, Vereinen und engagierten Einzelpersonen. "Die Städte sollten den Einsatz von Bürgern nach Kräften fördern und unterstützen", sagte Bude. Nur mit Hilfe der Bürger seien zusätzliche Angebote in einer Stadt möglich. Er habe großen Respekt vor den Verdiensten für das Gemeinwohl. An die Preisträger richtete Bude den Appell: "Machen Sie weiter so. Lassen Sie sich von Rückschlägen und Enttäuschungen nicht entmutigen."
Oberbürgermeister Bernd Tischler sieht in den ausgezeichneten Bürgern Vorbilder für andere. Er wisse zwar, dass engagierte Menschen oft nicht so gerne im Rampenlicht stehen, aber als Vorbilder seien sie geradezu verpflichtet, "ihre Leistungen nach außen zu tragen und öffentlich zu machen", betonte Tischler.
Für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhielten die Stadtplakette: Heinz Amthor, Dr. Elisabeth Fessl de Alemany, Wiltrud Evers, Arthur K. Führer, Wolfgang Kutta, Erika Niggemeier, Dr. Wolfgang Ohm und Willibald Wiechers.
Für die langjährige Zugehörigkeit und den Einsatz im Rat und in den Bezirksvertretungen wurden mit der Stadtmedaille ausgezeichnet: Johannes Alkemper, Wolfgang Altmeyer, Dorothee Askemper, Ruth Becker, Monika Budke, Helmut Hohler, Hermann Hirschfelder, Bernd Hohaus, Werner Kamratowski, Jürgen Koch, Helmut Kucharski, Gert Neugebauer, Cornelia Ruhkemper, Michael Schajor, Josef Weiner.
15 Kommunalpolitiker wurden von Oberbürgermeister Bernd Tischler mit der Stadtmedaille ausgezeichnet.
(23.11.2009)
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Ausgezeichnete Bottroper Bürger
Ehrenamtliche Leistungen der Träger der Stadtplakette
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Das Land mit und in den Städten modernisieren
Rede von Nordert Bude zum Jubiläum 90 Jahre Stadt Bottrop
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