Schüler im "Storyland" der Lebendigen Bibliothek

Schüler verschiedener Schulformen können jetzt in der "Lebendigen Bibliothek" ins "Storyland" eintauchen. "Storyland" ist ein Projekt, dessen Ziel es ist, Schülern einen neuen Zugang zu Sprache und Literatur zu vermitteln. "Mit Hilfe von Kreativ- und Schreibwerkstätten, Buchvorstellungen und Multimediaworkshops sollen die Schüler literarisch tätig werden, Sprache neu kennen lernen und spielerisch Lust auf Literatur bekommen. Sie werden merken, dass man mit Büchern mehr machen kann, als sie bloß zu lesen", erklärt Eveline Siegert, die für das Programmkonzept verantwortlich ist.

"Storyland" wird für Schüler der Droste-Hülshoff-Schule, Schule Ebel, Schiller Schule, Hauptschule Lehmkuhle, Schule am Tetraeder und Schule In der Welheimer Mark im Rahmen des Städteförderungsprogrammes "Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf" angeboten. Das Projekt läuft bereits zum vierten Mal und wird finanziert durch Fördergelder des Landes NRW. "Dadurch, dass wir den Schülern sowohl in der Bücherei, als auch in den Stadtteilen Veranstaltungen anbieten, wollen wir die Stadtteile lebenswerter machen. Die Schüler sollen merken, dass auch bei ihnen vor Ort etwas los ist", sagt Eveline Siegert von der "Lebendigen Bibliothek".


Großbildansicht Die zweite Klasse der Grundschule "In der Welheimer Mark" besuchte eine Kreativwerkstatt zu Manuela Oltens Buch "Wahre Freunde"

Für die verschiedenen Projekte hat die Lebendige Bibliothek Referenten eingeladen. So wird der Dülmener Liedermacher Helmut Meier Mitmach-, Rate- und Rechenlieder sowie zweisprachige Lieder mit den Schülern texten und musikalisch gestalten und die Bottroper Autorin Minna McMaster aus ihrem Buch "Mehr als nur Gespenster" vorlesen. Der Hertener Autor Yücel Feyziolglu präsentiert eine deutsch-türkische Lesung, in der er die Schüler Szenen und Figuren mitspielen lässt und das Figurentheater "Hille Pupille" aus Dülmen inszeniert ihr Stück "Eiskalte Zeiten", in dem es um hautnahes Erleben von Zivilcourage geht.

Weitere Unterstützung bekommt die Bibliothek durch die Kölner Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur, die Berliner Literaturagentur Eventilator und die Kölner Computerfirma Digipaed.

Schwerpunkt bei allen Projekten ist der spielerische Zugang zur Literatur. Wichtig ist den Organisatoren, dass die Schüler aus den Veranstaltungen etwas mitnehmen. "Wir behandeln beispielsweise das Thema Ausgrenzung. Die Schüler sollen dabei ihre eigenen Erfahrungen austauschen und vielleicht verstehen, dass ihr Verhalten gegenüber Mitschülern manchmal nicht ganz in Ordnung ist."

Das "Storyland" kommt bei Schülern und Lehrer gleichermaßen gut an. Die Projekte sind so angelegt, dass sie in der Klassengemeinschaft wieder aufgegriffen und weitergeführt werden können. "Viele Schüler kommen sofort zu uns und wollen neue Bücher ausleihen und dann in der Klasse besprechen. Sie sind so begeistert, dass sie oft traurig sind, wenn die Projekttage vorbei sind", so Eveline Siegert.

(08.03.2007)