Präventionspfad Seele
Angebot zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in NRW - "Präventionspfad Seele"
Der Grundgedanke, präventiv und gesundheitsfördernd zu wirken, um negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen - damit verbunden auch Auswirkungen für das Gemeinwesen - zu vermeiden, ist in der Arbeit von sozialpädagogischen und medizinischen Fachkräften breit verankert und wird in vielen Handlungsfeldern umgesetzt.
Während Prävention hier auf die Vorbeugung oder Früherkennung von psychischen Erkrankungen abzielt, wird bei der Gesundheitsförderung auf die Stärkung der psychischen Gesundheit geachtet. Die Maßnahmen des "Präventionspfad Seele" dienen nicht alleine der Prävention sondern überwiegend der psychischen Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen. Die Grenzen hierbei sind aber fließend.
Der "Präventionspfad Seele" hat das erklärte Ziel, Orientierung und Struktur in diese Vielfalt von Einzelmaßnahmen zu bringen und den Adressaten der Hilfen Begleitung und eine Lotsenfunktion anzubieten.
Diese Begleitung steht Kindern, Jugendlichen und deren Eltern von der Schwangerschaft bis zum Übergang ins erwachsen werden in allen Lebensphasen zur Verfügung. Besonders wichtig ist die Lotsenfunktion bei den Übergängen z.B. vom Kindergarten- zum Schulalter oder bei einer Änderung des Anbieters von einzelnen Maßnahmen. Es soll erreicht werden, dass niemand, der noch Förderung benötigt - ob nach eigener Erkenntnis oder der Diagnose von Fachkräften - diese nicht mehr erhält, weil eine Darstellung über das Netzwerk für die Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen der Stadt Bottrop fehlt.
Die Lotsenfunktion ersetzt nicht die nach dem Sozialgesetzbuch vorgeschriebene Hilfeplanung, aber sorgt für bessere Vernetzung und einen reibungslosen Übergang bei einem etwaigen Wechsel der Fallsteuerung durch Änderung der Zuständigkeiten. Das hauptsächliche Problem mit Übergängen im Netzwerk ist in der Vergangenheit nicht der fehlende Hinweis auf ein anderes Angebot gewesen, sondern der Mangel an verbindlichen und verlässlichen Nachfragen nach dem "Ankommen" in der anderen Struktur, bzw. den erforderlichen Maßnahmen bei "Nichtankunft".
Organisatorisch umgesetzt wird die Lotsenfunktion im "Präventionspfad Seele" durch eine ständige Arbeitsgruppe aus VertreterInnen des Jugend- und Gesundheitsamtes der Stadt. In allen beschriebenen Einzelmaßnahmen besteht die Fallzuständigkeit bei einer der beiden städtischen Fachdienststellen. Möglicherweise ist die Aufgabe von dort auf einen freien Träger delegiert. So liegt nahe, in diesem Rahmen abzustimmen, ob sich Kind/Jugendliche/Familie noch auf dem Präventionspfad befindet, den Übergang zu einer anderen Maßnahme gefunden hat oder auch so stabilisiert wurde, dass - zeitweise oder endgültig - keine Begleitung mehr notwendig ist. Wenn letzteres der Fall ist, bleibt dennoch sicher zu stellen, dass der Weg zurück auf den "Präventionspfad Seele" ohne Hürden wieder gefunden wird.
Konzepte und Maßnahmen des Bottroper "Präventionspfades Seele" gehen auf Ideen, Initiativen und Vorschläge verschiedener Gremien, Arbeitskreise und externer Kooperationspartner zurück. Wiederholt wurde eine Optimierung von Vernetzung und Koordination der diversen Angebote und Maßnahmen innerhalb der Stadt Bottrop empfohlen.
Im Rahmen der konzeptionellen Weiterentwicklung muss die verwaltungsinterne Organisationsstruktur (ständige AG Gesundheits- und Jugendamt) durch die Beteiligung auch freier Träger auf eine breitere Basis gestellt werden. Dies soll durch eine Institutionalisierung der Arbeitsgruppe als Unterorganisation der Gesundheitskonferenz und entsprechenden regelmäßigen Berichtspflichten geschehen.
Die gut funktionierenden und langjährig erprobten Kooperationsstrukturen in der Zusammenarbeit freier und öffentlicher Träger in der Stadt Bottrop sind ein solides Fundament für den "Präventionspfad Seele".
Einzelmaßnahmen "Präventionspfad Seele":
- Frühe Hilfen (0 - 3 Jahre)
- FuN-Baby (0 - 3 Jahre)
- Kindergartenuntersuchung/-sprechstunde (4 Jahre)
- Stabilisierung des Offenen Ganztags (6 - 12 Jahre)
- Ansprache von SchulverweigerInnen (6 - 17 Jahre)
- Media-Projekt - Mehrsprachigkeit und Diagnostik (6 - 17 Jahre)
- Kinder- und Jugendpsychiatrische Beratungsstelle (3 - 25 Jahre)
- Beratung für MigrantInnen (6 - 17 Jahre)
- Aktion für starke Kinder (8 - 17 Jahre)
- Projekt für junge Erwachsene mit psychosozialen Problemen und Vermittlungshemmnissen ( 18 - 25 Jahre)
Frühe Hilfen (0 - 3 Jahre)
In Kooperation mit dem Jugendamt unterstützt das Team "Frühe Hilfe für Mutter und Kind" des Gesundheitsamtes junge Familien in belasteten Lebenssituationen (gesundheitliche, medizinisch-soziale, psychosoziale). Das Team besteht aus drei Familienhebammen und einer Kinderkrankenschwester. Zu dem Team gehört außerdem eine Diplomsozialarbeiterin des Jugendamtes. Begleitet werden die Familien von der Schwangerschaft bis zum 3. Geburtstag des Kindes in überwiegend aufsuchender Tätigkeit. Wöchentlich wird zusätzlich die Teilnahme zum Besuch einer Krabbelgruppe im Gesundheitsamt angeboten. Anmeldungen der Familien erhält das Team durch Kooperationspartner wie Geburts- und Kinderkliniken, niedergelassenen GynäkologInnen, KinderärztInnen - ein großes Netzwerk, das seit drei Jahren aufgebaut wurde. Ziel der Arbeit des Teams "Frühe Hilfe" ist die Sicherung des Kindeswohls bei der Schaffung eines anregenden und gesundheitsfördernden Umfeldes. Da Kinder aus sozial belasteten Familien und Kinder psychisch kranker Eltern ein stark erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Entwicklungsauffälligkeiten haben, wird die Arbeit auf Kinder dieser Risikogruppen zugeschnitten.
Übersicht der EinzelmaßnahmenFuN-Baby (0 - 3 Jahre)
Die Grundidee dieses Projektes ist, ein dauerhaft sich selbst stabilisierendes Netzwerk für Familien mit Erziehungsschwierigkeiten zu schaffen. Die Erziehungsschwierigkeiten entstehen durch belastende Lebenssituationen (medizinisch- soziale oder psychosoziale). So wird das alte und nicht mehr vorhandene Nachbarschafts- und Großfamilienstrukturen ersetzt. Der Ambulante Erzieherische Dienst des Jugendamtes spricht entsprechende Familien mit ganz jungen Kindern aus seiner Arbeit heraus an. Die gebildeten Gruppen umfassen immer fünf Familien und werden von jeweils zwei ausgebildeten TrainerInnen in strukturierten Sitzungen zu den Themen Erziehung, Haushaltsführung, Ernährung, Gesundheit etc. betreut. Diese Treffen dienen der Netzwerkbildung. Junge Mütter erhalten Selbstvertrauen und Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern, aber auch ein Selbstbewusstsein in der Gruppe. Später sollen die Familien nach loserer Begleitung sich selbst organisiert weiter treffen.
Übersicht der EinzelmaßnahmenKindergartenuntersuchung/-sprechstunde (4 Jahre)
Dieses "Screening"-Angebot für vierjährige Kinder wird flächendeckend in den Kindergärten durch die MitarbeiterInnen des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes durchgeführt. Es umfasst die Überprüfung des Seh- und Hörvermögens, der Farb- und Zahlenkenntnisse sowie der Fein- und Grobmotorik. Bei Auffälligkeiten erfolgt in Absprache mit den Eltern eine Nachuntersuchung durch die KinderärztInnen. Ziel dieses Angebotes ist es, eventuelle Teilleistungsschwächen bzw. Entwicklungsstörungen (Sprache, Motorik, Wahrnehmung, Psyche) zu erkennen, um rechtzeitig vor der Einschulung geeignete Fördermaßnahmen einzuleiten. Hierzu zählen Förderangebote in den Kindergärten, aber auch spezielle Therapien, wie Frühförderung, Sprachtherapie, Ergotherapie, Krankengymnastik oder Vorstellung bei KinderpsychologInnen.
Übersicht der EinzelmaßnahmenStabilisierung des Offenen Ganztags (6 - 12 Jahre)
- EIDEK - Erziehungshilfe der Evangelischen Kirche
An jeder Grundschule in Bottrop und zunehmend auch in der Sekundarstufe 1 wird Erziehungshilfe von der Evangelischen Kirche durch externe ErzieherInnen des Diakonischen Werkes angeboten. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind die Bildung von Schülergruppen mit Kindern und Jugendlichen die Verhaltensdefizite aufweisen und oft aus sozial schwachen Familien kommen. Die Erziehungshilfe im Rahmen des Projektes "EIDEK" leistet gezielte Einzel- und Kleingruppenförderung. Der Kooperation mit unterschiedlichen TherapeutInnen (z. B. psychomotorische Angebote) kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Der Anteil an Einzelarbeiten wird individuell dem Förderbedarf einzelner Kinder durchgeführt. Die Beobachtung der Kinder im Spiel, bei der Erledigung der Hausaufgaben, im Gespräch usw. steht hier ebenso wie der regelmäßige Austausch mit den jeweiligen TherapeutInnen im Vordergrund. Alle Maßnahmen erfolgen nach Absprache mit dem Jugendamt. Die zusätzliche Förderung erfolgt bei den entsprechenden Kindern möglichst unauffällig. Die Kinder verbleiben in der Regel in den speziellen Gruppen und werden nicht in das Regelangebot des offenen Ganztags entlassen. - FiT-Gruppen - flexible individuelle Tagesbetreuung
Die Flex gGmbH, ein gemeinnütziges Kinder- und Jugendhilfehaus bietet Hilfe zur Erziehung an für Kinder, die aus dem Rahmen des offenen Ganztags fallen. Die Betreuung wird in "großen" und "kleinen" FiT-Gruppen (nach Alter) durchgeführt. Die flexible individuelle Tagesbetreuung wird von Sozial- und HeilpädagogInnen sowie von Anti-Agressivitäts- und CoolnesstrainerInnen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt gestaltet. Bei psychisch bedingten Auffälligkeiten steht der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes zur Verfügung. Zu den Maßnahmen gehören oft eine intensive Hausaufgabenbetreuung, ein Sportprogramm, ein Reitprogramm mit ReittherapeutInnen für jüngere Kinder, oder zwei Wochenausflüge in den Ferien. Nach einem im Hilfeplan definierten Zeitraum sind die Kinder und Jugendlichen wieder befähigt, am Regelangebot teilzunehmen.
Ansprache von SchulverweigerInnen (6 - 17 Jahre)
In Kooperationen mit Bottroper Schulen werden Schulverweigerer aufgesucht. Zu den präventiven Maßnahmen an den Schulen gehört der Aufbau eines Frühmeldesystems bei Versäumnissen des Schulbesuches durch Lehrpersonen und Eltern sowie die Begleitung von Schulklassen bzw. Teilgruppen zur Re-Integration der abstinenten SchülerInnen und Problemlösung, wenn das zur Abstinenz führende Problem aus der schulischen Gruppendynamik resultiert. Prävention bedeutet auch, schon in der Grundschule mit den jüngeren Kindern einen Konflikte lösenden Umgang zu zeigen und somit Mobbing, Ausgrenzung und Stigmatisierung vorzubeugen und Stabilisierungsansätze mit den Kindern, Teenies und Jugendlichen zu erarbeiten. Neben dem Frühmeldesystem ist die Hilfe zur Selbsthilfe ein wesentliches Ziel für SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen. Dabei werden kommunale Kontakte zu Netzwerkpartnern im Bereich Bildung- Erziehung - Gesundheit -Kinder-/Jugendeinrichtungen immer mit vermittelt. Bei der Arbeit "Schulverweigerung und ASD" (Allgemeiner Sozialer Dienst) werden Kinder, Teenies und Jugendliche deren Eltern sich im ASD-Bezug befinden speziell betreut.
Übersicht der EinzelmaßnahmenMedia-Projekt - Mehrsprachigkeit und Diagnostik (6 - 17 Jahre)
In Kooperation mit dem Referat Migration wird im Gesundheitsamt eine Untersuchung von Migrantenkindern mit Sprachentwicklungs- und Entwicklungsauffälligkeiten im Rahmen der Kindergartenuntersuchung und der Einschulungsuntersuchung durchgeführt. Durch eine bilinguale und bikulturelle Fachkraft des Referates Migration kann neben der Sprachstandserhebung in der Muttersprache eine ausführliche Familienanamnese und Elternberatung durchgeführt werden. Bei Kindern mit Migrantionshintergrund liegen oftmals besondere Handlungsbedarfe und gezielte Förderungsnotwendigkeiten vor. Um eine treffsichere Differentialdiagnose zwischen Kindern mit echten therapiepflichtigen Sprachstörungen und Kindern mit nicht ausreichendem Erwerb der deutschen Sprache treffen zu können, bedarf es einer Sprachstandbestimmung in der Muttersprache. Außerdem können von der deutschsprachigen Untersucherin Verhaltensauffälligkeiten von Kindern oft nicht klar differenziert werden. Mit Hilfe der Elternarbeit ist es außerdem möglich eine ausführliche Familienanamnese zu erstellen um so mögliche, hemmende oder fördernde Faktoren des Zweitspracherwerbs und der psychischen Gesundheit des Kindes festzustellen. Weiterhin können familiären Ressourcen zur Unterstützung des Kindes durch die Fachkraft ermittelt werden. Das Angebot der Beratung von Eltern bei zweisprachigen Kindern und Begleitung bei Diagnose sind Bestandteil der Elternarbeit.
Übersicht der EinzelmaßnahmenKinder- und Jugendpsychiatrische Beratungsstelle (3 - 25 Jahre)
Die Beratungsstelle ist dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes Bottrop angegliedert. Zwei Kinder- und JugendpsychiaterInnen als Honorarkräfte und ein/e Dipl. Sozialpädagoge/in bieten Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten an. Die Sprechstunde findet zweimal pro Monat statt. Zielgruppe sind Kinder, Jungendliche und junge Erwachsene mit seelischen und sozialen Problemen sowie in Krisen. Aber auch verhaltensgestörte und entwicklungsverzögerte Kinder sowie geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden beraten. Die Beratung findet sowohl für die Betroffenen selbst, als auch für ihre Familien, ErzieherInnen, LehrerInnen, Freunde, Mitschüler und Nachbarn statt und ist somit bewusst systemisch angelegt, indem es das Netzwerk der Betroffenen mit einbezieht. Handlungsschritte werden von den einbezogenen SozialpädagogInnen eingeleitet. Notwendig wurden diese Hilfen, weil in Bottrop immer noch ein Mangel an kinderpsychiatrischen bzw. kinderpsychotherapeutischen Angeboten besteht. Die Angebote sind bewusst niedrigschwellig angelegt, um Menschen zu erreichen, die dem Gesundheitssystem eher skeptisch gegenüber stehen. So ist es sowohl möglich, dass Beratungen im Gesundheitsamt stattfinden, als auch im häuslichen Umfeld getätigt werden können.
Übersicht der EinzelmaßnahmenBeratung für MigrantInnen (6 - 17 Jahre)
Aus der Erfahrung , dass Menschen mit Migrationshintergrund für ihre Kinder psychosoziale oder psychiatrische Angebote sehr spät und oft erst nach einer krisenhaften Zuspitzung in Anspruch nehmen, wurde vom Sozialpsychiatrischen Dienst in Zusammenarbeit mit der EL ELE - Integrationsagentur der Evangelischen Kirche, ein Informations- und Beratungsprojekt ins Leben gerufen. Ein/e Dipl. Psychologe/in des Sozialpsychiatrischen Dienstes und eine Fachkraft aus dem kinder- und jugendpsychiatrischen Bereich besuchen Mütter mit Migrationshintergrund an Kita´s oder Grundschulen und informieren im Beisein der EL ELE MitarbeiterInnen, die die Gruppe betreut, über psychische Erkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten. Es werden die Angebote des Gesundheitsamtes und der niedergelassenen Praxen dargestellt. Die Beteiligten werden so auf diese Weise an das deutsche Gesundheitssystem herangeführt. Die MitarbeiterInnen des Sozialpsychiatrischen Dienstes stellen sich bei Schwierigkeiten als Vermittlungsperson und Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Übersicht der EinzelmaßnahmenAktion für starke Kinder (8 - 17 Jahre)
In Kooperation mit dem Stadtsportbund bzw. der Janusz-Korczak Gesamtschule findet nachmittags im Rahmen eines 10-wöchigen Kurses im Gesundheitsamt bzw. einer Arbeitsgemeinschaft in der Schule ein Ernährungs- und Sportprogramm für übergewichtige Kinder statt. Bei der im Programm enthaltenen ärztlichen Untersuchung können psychische Belastungssituationen identifiziert werden und die Kinder an entsprechende Stellen weitergeleitet werden. In der Gruppe sollen die Kinder nicht nur lernen sich richtig zu ernähren, sondern auch den Umgang mit den psychischen Belastungen, die durch das Übergewicht entstehen, erfahren. Wichtig ist hier der Austausch in der Gruppe. Das Programm basiert auf dem Power-Kids Programm der AOK. Die Treffen werden von einer Sozialmedizinischen Assistentin des Gesundheitsamtes geleitet. Der Sportunterricht, welcher durch SportlehrerInnen der Schule durchgeführt wird, legt Schwerpunkte auf den Ausdauersport, soll die Bewegungsfreude fördern und Ausgrenzung vermeiden.
Übersicht der EinzelmaßnahmenProjekt für junge Erwachsene mit psychosozialen Problemen und Vermittlungshemmnissen ( 18 - 25 Jahre)
Vor dem Hintergrund vermehrter Anrufe im Gesundheitsamt von, um ihre Kinder besorgten Eltern und von MitarbeiterInnen der ARGE, die zunehmend mit jungen Menschen aufgrund von psychischen Problemen mit massiven Vermittlungshemmnissen konfrontiert sind, entstand ein Kooperationsprojekt des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Gesundheitsamtes und der ARGE. Drei Dipl. PsychologInnen sind auf Honorarbasis im Gesundheitsamt angestellt, um diesen jungen Menschen bei der Bewältigung einer Krise oder bei deren psychosozialen Problemen zur Seite zu stehen. Die ARGE wird über den Besuch der jungen Erwachsenen informiert, erhält aber inhaltlich keine Auskünfte. Für die Beratung stehen den jungen Erwachsenen 25 Stunden zur Verfügung. Ziel ist die Beseitigung der Vermittlungshemmnisse, die Vermeidung von Chronifizierung erster Symptome, so dass Krankheiten erst gar nicht entstehen oder erste Ansätze davon bewältigt werden können.
Übersicht der EinzelmaßnahmenAnsprechpartner:
| Jugendamt Bottrop Prosperstraße 71/1 46236 Bottrop | Gesundheitsamt Bottrop Gladbecker Str. 66 46236 Bottrop |
| Martin Notthoff Telefon: 70 3616 | Dr. Anita Sählbrandt Telefon: 70 4149 |
| Dr. Astrid Danneberg | |
| Liane Rumpl-Heisig Telefon: 70 3773 |
(10.05.2011)


