"Farbe und Linie" im Bürgerbüro

Agnes Fockenberg zeigt Bilder im Rathaus


Großbildansicht Agnes Fockenberg stellt im Bürgerbüro aus.

Das Bürgerbüro zeigt Bilder von Agnes Fockenberg. Rund 20 Bilder aus der Zeit von 2002 bis 2007 sind jetzt im Rathaus zu sehen.

"Farbe und Linie" ist der Titel ihrer Ausstellung und beschreibt damit auch den Malstil der 65-jährigen Künstlerin. Ihre Bilder zeichnen sich durch klar abgegrenzte Farbflächen aus, deren Trennung durch schwarze Linien überdeutlich unterstrichen wird. Die Darstellungsweise erinnert so an Comic-Zeichnungen. Die klare Abgrenzung der Formen steht im Gegensatz zu ihren abstrakten Motiven. Die Formen scheinen über die Leinwand hinweg zu fließen. Das einzelne Bild wirkt dadurch wie ein Ausschnitt eines wesentlich größeren Motivs.

Die Metapher des Fließens überträgt Agens Fockenberg auf ihr gesamtes künstlerisches Schaffen. "Wichtig ist, dass man sich verändert", sagt Fockenberg. In ihren jüngeren Bildern verändert sie ihre Maltechnik. Zwischen den Farbzonen bleibt der "leere" Raum nicht unbearbeitet. So entsteht Weiträumigkeit und die Bilder entwickeln eine starke Leuchtkraft. Ihre Motive wirken spröder, weniger fließend. Durch die kräftigen Linien bringt sie Strukturen auf die Leinwand, die an Kristalle und Bergfelsen erinnern.

"Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Formen, Strukturen und Wahrnehmungen in der Natur, wie sie beispielsweise im Sand, im Wasser, in Baumrinden oder Gestein in vielfältiger Form existieren. Dabei geschieht es, dass die Anregung zwar aus der Natur kommt, die endgültige Gestaltung aber erst mit der Inspiration in der Arbeit entsteht", erklärt Agnes Fockenberg. Nur im ersten Arbeitsschritt bearbeitet sie die Leinwand auf der Staffelei. Danach legt sie die Bilder für die Fertigstellung auf den Boden. Der Vorteil sei, dass sie während der Arbeit ständig um das Bild herumlaufe und so die Perspektive wechsle. Somit lasse sich beim fertigen Werk auch kein oben und unten bestimmen. "Ich gebe mit den Linien etwas vor und überlasse es dem Betrachter, sich damit zu beschäftigen", sagt die Bottroperin.

(23.07.2008)



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