Neue Kreativität aus Zerstörtem
Ausstellung des Künstlerbundes im Kulturzentrum bis 27. September
Der Titel der neuen Ausstellung in der städtischen Galerie im Kulturzentrum August Everding wirkt auf den ersten Blick etwas spröde. "Irreversibel" lautet das Thema, unter dem die Mitglieder des Künstlerbundes Bottrop ihre Arbeiten ab Freitag, 15. August, präsentieren. Doch je intensiver sich die Künstler mit der Unumkehrbarkeit und dem Unwiderruflichen auseinandersetzen, desto passender erscheint ihnen das Thema. "Zerstörung führt zu neuer Kreativität", erklärt der Vorsitzende Dieter Haf.
Besonders exemplarisch wird dies bei dem Beitrag von Manfred Lux. Bereits 1991 malte er drei Ölbilder, die er anschließend verbrannte. Die Asche hiervon hat er in Einmachgläser gefüllt, die er jetzt im Kulturzentrum zeigt. Erst, wenn etwas unwiederbringlich ist und man sich nicht mehr mit der Rekonstruktion beschäftigt, kann etwas komplett Neues entstehen. Dieter Haf glaubt deshalb, dass der Ausstellungstitel "Irreversibel" auch für die Künstlerbund-Projekte der kommenden Jahre trägt.
Auch Doris Halfmanns Skulptur symbolisiert das Ausstellungsthema. Sie hat eine Wachsfigur so unter einer Stehlampe positioniert, dass sie der Sonne entgegen zu streben scheint. Die Wärme der Lampe soll die Figur während der Ausstellung schmelzen lassen und die Figur damit unwiederbringlich verloren geht.
Werner Jelinek nimmt seine früheren Bilder als Vorlage für neue Arbeiten. In der zeitlichen Distanz findet eine Neuinterpretation statt, die Jelinek als künstlerische Weiterentwicklung empfindet. "Es entstehen ganz neue Formen, die im Kontrast zu dem stehen, was einmal war", erklärt der Maler.
Dieter Haf ist in der Ausstellung mit Zeichnungen von Straßenzügen pittoresker Dörfer vertreten. Damit wolle er das Spektrum der Techniken in der Ausstellung erweitern. "Zeichnen ist in sich eine ganz abstrakte Darstellung", so Haf.
Erweitert wird das Ausstellungspektrum durch Guido Hofmann. Er zeigt Steinskulpturen. Dazu gehört die "Neuerfindung des Rads". Eine Steinplatte aus Anröchter Dolomit hat er kreisförmig zusammengefügt. Dem Ausstellungsthema entspricht er insoweit, als dass die Platte ein Abfallprodukt eines Handwerksbetriebes war. Auf ihr wurden Steinplatten für beispielsweise Treppenstufen zurecht gesägt. Die Sägeblätter haben so deutliche Spuren in der Platte hinterlassen, dass sie für das Unternehmen nicht mehr zu gebrauchen war. Erst Hofmann hat aus dieser Zerstörung etwas Neues geschaffen.
Weitere Künstler, die sich an der Ausstellung beteiligen, sind Reinhard Wieczorek, Agnes Fockenberg, Wolfgang Fröhling, Peter Beckhoff, Inge Junghans, Ralf Koenemann, Volker Schössow und Claudia Brüggemeier.
Die Ausstellung "irreversibel" ist vom 15. August bis 27. September in der städtischen Galerie im Kulturzentrum, Böckenhoffstraße, zu sehen. Das Kulturzentrum ist montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.
Die Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 15. August, um 19 Uhr. Zur Einführung in die Bilderschau führen Bottroper Jugendliche Slapsticks zum Thema vor. Musikalisch wird der Eröffnungsabend von der Band "the dirty tigers" umrahmt.
Besonders exemplarisch wird dies bei dem Beitrag von Manfred Lux. Bereits 1991 malte er drei Ölbilder, die er anschließend verbrannte. Die Asche hiervon hat er in Einmachgläser gefüllt, die er jetzt im Kulturzentrum zeigt. Erst, wenn etwas unwiederbringlich ist und man sich nicht mehr mit der Rekonstruktion beschäftigt, kann etwas komplett Neues entstehen. Dieter Haf glaubt deshalb, dass der Ausstellungstitel "Irreversibel" auch für die Künstlerbund-Projekte der kommenden Jahre trägt.
Auch Doris Halfmanns Skulptur symbolisiert das Ausstellungsthema. Sie hat eine Wachsfigur so unter einer Stehlampe positioniert, dass sie der Sonne entgegen zu streben scheint. Die Wärme der Lampe soll die Figur während der Ausstellung schmelzen lassen und die Figur damit unwiederbringlich verloren geht.
Werner Jelinek nimmt seine früheren Bilder als Vorlage für neue Arbeiten. In der zeitlichen Distanz findet eine Neuinterpretation statt, die Jelinek als künstlerische Weiterentwicklung empfindet. "Es entstehen ganz neue Formen, die im Kontrast zu dem stehen, was einmal war", erklärt der Maler.
Dieter Haf ist in der Ausstellung mit Zeichnungen von Straßenzügen pittoresker Dörfer vertreten. Damit wolle er das Spektrum der Techniken in der Ausstellung erweitern. "Zeichnen ist in sich eine ganz abstrakte Darstellung", so Haf.
Erweitert wird das Ausstellungspektrum durch Guido Hofmann. Er zeigt Steinskulpturen. Dazu gehört die "Neuerfindung des Rads". Eine Steinplatte aus Anröchter Dolomit hat er kreisförmig zusammengefügt. Dem Ausstellungsthema entspricht er insoweit, als dass die Platte ein Abfallprodukt eines Handwerksbetriebes war. Auf ihr wurden Steinplatten für beispielsweise Treppenstufen zurecht gesägt. Die Sägeblätter haben so deutliche Spuren in der Platte hinterlassen, dass sie für das Unternehmen nicht mehr zu gebrauchen war. Erst Hofmann hat aus dieser Zerstörung etwas Neues geschaffen.
Weitere Künstler, die sich an der Ausstellung beteiligen, sind Reinhard Wieczorek, Agnes Fockenberg, Wolfgang Fröhling, Peter Beckhoff, Inge Junghans, Ralf Koenemann, Volker Schössow und Claudia Brüggemeier.
Die Ausstellung "irreversibel" ist vom 15. August bis 27. September in der städtischen Galerie im Kulturzentrum, Böckenhoffstraße, zu sehen. Das Kulturzentrum ist montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.
Die Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 15. August, um 19 Uhr. Zur Einführung in die Bilderschau führen Bottroper Jugendliche Slapsticks zum Thema vor. Musikalisch wird der Eröffnungsabend von der Band "the dirty tigers" umrahmt.
(14.08.2008)


