Eugen Blumenthal - Bergstr. 1
Patenschaft für den Stolperstein: anonymer Spender
Eugen Blumenthal
Zuletzt wohnhaft in Bottrop, Bergstr. 1.
Deportation aus Bottrop am 19. Februar 1944 in das Ghetto Theresienstadt. Durch das Amtsgericht Bottrop für tot erklärt.
Eugen Blumenthal hatte seit 1890 in Bottrop gelebt und war hier als Tanzlehrer tätig gewesen. Er hatte in Bottrop auf der Hochstraße 42 und später auf der Gladbecker Straße 12 lange Jahre ein "Tanzinstitut" geführt. Eugen Blumenthal war in Mitglied in Bottroper Vereinen wie der Freiwilligen Feuerwehr und der Bürger-Schützengesellschaft, und er war Leiter des "Bottroper Orchester". Er selbst war wie seine Eltern katholisch und mit einer katholischen Ehefrau verheiratet, die 1943 verstarb.
Eugen Blumenthal wurde jedoch 1944 deportiert, weil seine Großeltern jüdischen Glaubens waren, und er somit dem nationalsozialistischen Reichsbürgergesetz zufolge als Jude galt. Er wurde einem Erlass des Reichssicherheitshauptamtes folgend in das Ghetto Theresienstadt verbracht und kam hier ums Leben.
(14.08.2006)


