"Skatejunkies" reden mit bei der Gestaltung der Anlage im Ehrenpark

Jugendliche diskutierten im Planungsworkshop mit Fachleuten der Stadt

"Funbox", "Flatrail" und "Quarterpipe" - diese Begriffe gehören nun zum neuen Vokabular des Technischen Beigeordneten Bernd Tischler sowie einiger seiner Mitarbeiter bei der Stadtverwaltung. Denn gemeinsam mit Bottroper Jugendlichen trafen sie sich zu einem Planungsworkshop, um die im Mai bei dem Beteiligungsprojekt im Ehrenpark entwickelten Vorschläge und Ideen zur Um- und Neugestaltung der Skateranlage zu diskutieren.

Bernd Tischler und Skater aus dem Ehrenpark
Großbildansicht Planungen zur neuen Skateranlage beginnen. Workshop mit Jugendlichen

Die Jugendlichen waren auf Einladung von Bernd Tischler zu der Veranstaltung, die vom Dortmunder Planungsbüro BASTA moderiert wurde, im Saalbau erschienen. Die zentralen Themen waren Ausstattung, Gestaltung und Lärmminimierung der künftigen Skateranlage.

So wurde zur Lärmminimierung für die umliegenden Anwohner vorgeschlagen, die gesamte Anlage zu drehen und damit weiter von der im Norden liegenden Bebauung abzurücken. Als weitere Verbesserungsmaßnahmen wurden die Errichtung einer Lärmschutzwand direkt an der Skaterbahn sowie eine Baumbepflanzung und die Gestaltung einer Grünfläche zwischen den Wohnhäusern an der Paßstraße und der Anlage genannt. Hier soll das Notwendige mit dem Angenehmen verbunden werden, indem die Lärmschutzwand gleichzeitig als Graffitiwand genutzt werden soll.

Außerdem stand die Gestaltung der Skateranlage im Vordergrund des Workshops. Die Jugendlichen lieferten wichtige Planungsgrundlagen wie die Erläuterungen zu minimalen Anlauflängen oder der optimalen Abfolge der einzelnen Elemente. Auch die Ausstattung wurde besprochen. Die von den Skatern bevorzugten Elemente sind aus Beton gefertigt und konnten in einer bestehenden Anlage bereits begutachtet werden.

Neben den effektiven Vorschlägen waren die Jugendlichen auch darum bemüht, dem Technischen Beigeordneten sowie den anwesenden Mitarbeitern des Grünflächenamtes, des Umweltamtes, des Stadtplanungsamtes, der Stadterneuerung sowie des Jugendamtes ihr Hobby näher zu bringen. So gab es zur Einführung in das Thema einen von ihnen selbst gedrehten Film mit den Namen "Skatejunkies", der eindrucksvoll zeigte, wie es auf der Skaterbahn zugehen kann. Ergänzend wurden Fotos von anderen Skateranlagen gezeigt sowie fachspezifische Begriffe an einem im Rahmen des Beteiligungsprojektes gebauten Modell erklärt.

Im nächsten Arbeitsschritt wird das Grünflächenamt die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge in die Planung des Parks einarbeiten. Bevor mit der baulichen Umsetzung begonnen werden kann, ist aber erst noch die Bewilligung der Maßnahmen durch das Land als Fördergeber erforderlich. Allerdings zeigten sich der Technische Beigeordnete Bernd Tischler und Dr. Franz-Josef Ingenmey vom Planungsbüro BASTA davon überzeugt, dass man im nächsten Jahr auch durch die gewählte einwöchige Beteiligungsform der Bürger und die Einbeziehung der Skater mit einem positiven Zuwendungsbescheid rechnen könne.

(15.09.2008)