Neuer Plan für mehr Licht in der Stadt

Prof. Schmidt stellt Konzeption "stadtLICHTbottrop" vor
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Großbildansicht Der Plan sieht die Betonung der Stadteingänge vor, um sich von den Nachbarstädten abzugrenzen.

Mehr Licht in die Stadt bringen wollen Politik und Stadtverwaltung. Dazu hat Prof. Dr. Alexander Schmidt vom Institut für Stadtplanung der Universität Duisburg-Essen eine Konzeption unter dem Titel "stadtLICHTbottrop" erarbeitet und jetzt im Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Nach einigen grundsätzlichen Maßgaben und in Zusammenarbeit mit Partnern aus Handel und Industrie sowie Gebäudeeigentümern sollen in den nächsten Jahren damit Lichtakzente in der (nächtlichen) Stadt Bottrop gesetzt werden. Nach dem Willen des Ausschusses soll die bei der Stadtverwaltung gegründete Arbeitsgruppe Licht der Politik im kommenden Jahr aus dem Universitätskonzept herausgefilterte und konkretisierte Varianten zur weiteren Projektentscheidung an die Hand geben.

Im Schwerpunkt schlägt Prof. Schmidt nach einer Untersuchung des Tag- und Nachtbildes der Stadt vor, die Stadteingänge wie an der Essener Straße zu betonen und die Stadtachsen (etwa die L 631, die Horster oder die Gladbecker Straße) lichttechnisch besser herauszuarbeiten. Besonders in den Blick genommen werden sollen auch die Marktplätze und Parks. Als Beispiel führte Prof. Schmidt den Ehrenpark an, der von der Friedrich-Ebert-Straße aus "wie eine dunkle Wand" daliege. Auch die im Ausschuss vertretenen Parteien sehen in einer Außenakzentuierung des Ehrenparks mit Lichtelementen eine gute Chance, den nächtlichen "Angstraum" Ehrenpark auf diese Weise weiter zu entschärfen.

Besondere städtebauliche Elemente sollen nach den Vorstellungen von Prof. Schmidt mit grünem Licht akzentuiert werden. Die grüne Farbvariante schlägt der Stadtplaner vor, da Bottrop damit seinen Status als die grünste Großstadt im Ruhrgebiet auch in der Farbaussage unterstreichen könnte. Als solch besondere Punkte, die schon in unterschiedlicher Form beleuchtet sind, werden beispielsweise einige Kirchtürme, der Malakoffturm oder Industriegebäude wie die Fauleier des Emscherklärwerkes angesehen. Zur zusätzlichen Beleuchtung empfehlen die Essener Planer etwa die Kreuzkamp-Kapelle oder das Postgebäude am Berliner Platz.

Speziell im Innenstadtbereich könnte sich Prof. Schmidt ein Herausstreichen einzelner Gebäude(komplexe) und von Plätzen vorstellen, bei gleichzeitigem "Dimmen" der bestehenden Straßenbeleuchtung bzw. von Reklameelementen. Ein Bereich, über den etwa nachgedacht werden sollte, ist der Altmarkt. Auch Passagen wären aus optischer wie aus sicherheitstechnischer Sicht dankbare Gebäudeteile für punktuelle Ausleuchtungen.

(15.10.2008)