Trapez-Innenhof soll neu gestaltet werden

In einem Workshop mit Anwohnern, Architekten und Vertretern der Stadtverwaltung wurden erste Pläne zum Umbau des Trapez-Innenhofs vorgestellt. Zwei Architekturbüros und Kinder der Anwohner waren an den Planungen beteiligt. Der Raum soll aufgewertet und für die Bürger neu erschlossen werden.
Leute Foyer Saalbau
Großbildansicht Interessierte Anwohner diskutieren mit den Fachleuten

Mit Beteiligung der Anwohner rund um das Trapez fand am Mittwochabend, 16. September 2009, im Casino des Saalbaus eine rege Diskussionsrunde mit Mitarbeitern des Stadtumbaubüros sowie dem Technischen Beigeordneten, Bernd Tischler, statt. Anlass dieses Zusammentreffens war, den momentan eher steinernen, trostlosen Platz in der Bottroper Innenstadt neu zu gestalten.

Nach Begrüßung und Einführung durch den Technischen Beigeordneten wurden verschiedene Planungsideen für das Areal vorgestellt. Grundlage der Planungen waren Vorarbeiten des Stadtumbaubüros, bei denen zuvor in Einzelgesprächen und Foren Wünsche und Kritiken der Anwohner gesammelt worden waren. Zwei Planungsteams, das "Büro für Architektur und Stadtentwicklung (Basta)" aus Dortmund und das Büro "wbp" aus Bochum, hatten daraufhin erste Pläne und Ideen entwickelt.

Planentwurf
Großbildansicht Einer der Planentwürfe zur Neugestaltung

"Basta" möchte das Flair einer Lounge - Empfangshalle - in den Innenhof bringen. Das heißt, die Planungen legen ihren Schwerpunkt auf eine gemütliche und gepflegte sowie entspannte Atmosphäre. Der Innenhof wird hierbei in drei Bereiche aufgeteilt. Der erste Bereich soll in einen "aktiven Bereich" umgestaltet werden, in dem gastronomische Einrichtungen ihren Platz finden. Weiterhin wird ein "Spiel- und Aufenthaltsbereich" vorgeschlagen, der für einen Generationsaustausch sorgen soll. Mit dem so genannten "grünen Bereich" wird der Wohlfühlfaktor erheblich gesteigert. An der Stelle, an der sich momentan der Spielplatz befindet, soll es nach dem Umbau Stellplätze geben.

Das Büro "wbp" plant, viel Grün in den Innenhof zu bringen und gliedert die Wünsche der Generationen in das Konzept ein. Die Planer unterteilen den Innenhofbereich ebenfalls in drei Bereiche. Sie schlagen eine kleine "Piazza" vor. Hier können gastronomische Einrichtungen angesiedelt werden. Im zweiten Bereich ist an eine Spielfläche für Kinder gedacht. Zusätzlich ist beabsichtigt, zum Generationsaustausch einen Bereich einzuplanen, der speziell von Senioren genutzt werden soll, um diesen eine Art Ruhe- und Erholungszone zu bieten. Durch kleine Vor- und Dachgärten sowie die Verschönerung der Hauseingänge soll jedem Haus eine eigene Individualität verliehen werden. Bei den Zugängen zum Innenhof könnten Glasdächer und Stelen als gestalterisches Element eingesetzt werden. Abends sollen neu installierte Beleuchtungskörper für mehr Ausleuchtung und damit Sicherheit sorgen.

In beiden vorgestellten Konzepten ist die Farbe grün dominant, wobei vor allem Pflanzen zur Prägung des Gesamtbildes eingesetzt werden sollen. Auch das Problem, die Tiefgarage in die Pläne einzubinden, wurde berücksichtigt. Neben den Architekturbüros haben auch einige Kinder sich mit Bastelarbeiten an den Vorschlägen beteiligt. Sie hoffen, dass ihre Ideen und Wünsche in die Planungen mit aufgenommen werden.

Die Pläne sollen ab 21. September für vier Wochen im Stadtumbaubüro, Horster Straße 17, ausgestellt werden. Die Entwürfe der Kinder sind dort ebenfalls zu sehen.

(17.09.2009)