Pläne zur Überdachung des ZOB vorgestellt
Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) wird umgebaut und seine Bussteige überdacht. Zwei Entwürfe für eine Bedachung liegen vor, über die der interfraktionellen Arbeitskreis zur Gestaltung der Innenstadt bereits beraten hat. Jetzt wurden die Entwürfe erstmals im Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt.
Für den ZOB-Umbau hat die Stadt eine Investitionssumme von rund 3,8 Millionen Euro kalkuliert. Darin enthalten sind die Kosten für den Umbau der Oberfläche des ZOB und der Bedachung der Haltestellen. Die Stadt hofft dabei auf die Zuteilung von Mitteln aus Fördertöpfen, die die Eigenkosten mindern sollen. Nach Fertigstellung des ZOB sollen vor allem mehr lange Gelenkbusse dort Platz finden. Derzeit passen nur zwei Gelenkbusse auf den ZOB, nach dem Umbau sollen es sieben sein. Weiterhin soll es an allen Bussteigen barrierefreie Einstiegsmöglichkeiten, eine verbesserte Umsteigesituation und eine elektronische Fahrgastinformation geben. Der Witterungsschutz soll nicht nur durch die Bedachung gewährleistet sein, sondern auch durch transparente Windschutzwände auf den Busteigen.
Nach der Vorstellung der Entwürfe für die Bedachung im interfraktionellen Arbeitskreis, konnte in dem Gremium keine Übereinstimmung für eine Empfehlung erzielt werden. Vorgestellt wurden Pläne der Architektenbüros EPA und Heidrich & Hummert. Gemeinsam ist ihnen, dass sie die Bedachung in zwei Einzeldächer gliedern - jeweils über den Haltestelleninseln. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie Windschutzwände und Sitzgelegenheiten vorsehen und die westliche Haltestelle zusätzlich solitär überdachen wollen. Die Differenz besteht jedoch in Form und Gestaltung der Dachanlage. Während der Entwurf von Heidrich & Hummert auf runde und ovale Formen setzt und sich städtebaulich eher zurücknimmt, setzt der EPA-Entwurf auf klare Kanten und Linien und versucht, den Platz am ZOB durch ein langes Dachgebäude entlang der Horster Straße abzugrenzen.
Bevor der Bau- und Verkehrsausschuss endgültig über eine favorisierte Lösung entscheidet, soll es eine Bürgerversammlung noch im Herbst geben, in der auch noch einmal beide Entwürfe öffentlich vorgestellt werden. Die Stadt Bottrop knüpft damit an den Werkstattgesprächen an, die im Zuge der Umgestaltung des Berliner Platzes durchgeführt wurden. Die Vergabe zum Bau des neuen ZOB soll im Jahr 2008 erfolgen, so dass Anfang 2009 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadt Mitte 2010.
(21.09.2007)



