Pläne zur Überdachung des ZOB vorgestellt

Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) wird umgebaut und seine Bussteige überdacht. Zwei Entwürfe für eine Bedachung liegen vor, über die der interfraktionellen Arbeitskreis zur Gestaltung der Innenstadt bereits beraten hat. Jetzt wurden die Entwürfe erstmals im Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt.
Technischer Beigeordneter Bernd Tischler, Klaus Müller vom Planungsamt und Bürgermeister Klaus Strehl.
Großbildansicht Technischer Beigeordneter Bernd Tischler, Klaus Müller vom Planungsamt und Bürgermeister Klaus Strehl stellen die Pläne für die Überdachung vor.

Die Stadt Bottrop wird im Zuge des Innenstadtumbaus auch den ZOB erneuern. Dabei sollen zukünftig nicht nur mehr Busse den ZOB anfahren können, sondern auch die Fahrgäste im Trockenen stehen, wenn sich auf ihre Busverbindung warten. Und weil die Überdachung auch einen architektonischen und städtebaulichen Akzent in der Innenstadt setzen soll, wurden zwei Planungsbüros beauftragt, Entwürfe zur Dachgestaltung zu erarbeiten. Der Interfraktionelle Arbeitskreis Innenstadt hat sich bereits am vergangenen Montag (17.09.2007) mit den Plänen befasst. Bürgermeister Klaus Strehl und Technischer Beigeordneter Bernd Tischler stellten am Freitag (21.09.2007) die Entwürfe der Öffentlichkeit vor.

Für den ZOB-Umbau hat die Stadt eine Investitionssumme von rund 3,8 Millionen Euro kalkuliert. Darin enthalten sind die Kosten für den Umbau der Oberfläche des ZOB und der Bedachung der Haltestellen. Die Stadt hofft dabei auf die Zuteilung von Mitteln aus Fördertöpfen, die die Eigenkosten mindern sollen. Nach Fertigstellung des ZOB sollen vor allem mehr lange Gelenkbusse dort Platz finden. Derzeit passen nur zwei Gelenkbusse auf den ZOB, nach dem Umbau sollen es sieben sein. Weiterhin soll es an allen Bussteigen barrierefreie Einstiegsmöglichkeiten, eine verbesserte Umsteigesituation und eine elektronische Fahrgastinformation geben. Der Witterungsschutz soll nicht nur durch die Bedachung gewährleistet sein, sondern auch durch transparente Windschutzwände auf den Busteigen.

Nach der Vorstellung der Entwürfe für die Bedachung im interfraktionellen Arbeitskreis, konnte in dem Gremium keine Übereinstimmung für eine Empfehlung erzielt werden. Vorgestellt wurden Pläne der Architektenbüros EPA und Heidrich & Hummert. Gemeinsam ist ihnen, dass sie die Bedachung in zwei Einzeldächer gliedern - jeweils über den Haltestelleninseln. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie Windschutzwände und Sitzgelegenheiten vorsehen und die westliche Haltestelle zusätzlich solitär überdachen wollen. Die Differenz besteht jedoch in Form und Gestaltung der Dachanlage. Während der Entwurf von Heidrich & Hummert auf runde und ovale Formen setzt und sich städtebaulich eher zurücknimmt, setzt der EPA-Entwurf auf klare Kanten und Linien und versucht, den Platz am ZOB durch ein langes Dachgebäude entlang der Horster Straße abzugrenzen.
Der EPA-Entwurf.
Großbildansicht Der EPA-Entwurf.

Der Entwurf von Heidrich & Hummert
Großbildansicht Der Entwurf von Heidrich & Hummert

Bevor der Bau- und Verkehrsausschuss endgültig über eine favorisierte Lösung entscheidet, soll es eine Bürgerversammlung noch im Herbst geben, in der auch noch einmal beide Entwürfe öffentlich vorgestellt werden. Die Stadt Bottrop knüpft damit an den Werkstattgesprächen an, die im Zuge der Umgestaltung des Berliner Platzes durchgeführt wurden. Die Vergabe zum Bau des neuen ZOB soll im Jahr 2008 erfolgen, so dass Anfang 2009 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadt Mitte 2010.

(21.09.2007)