Bodenplatte und erste Außenwände stehen

Vierter Baukran und 300-Tonnen-Autokran kommen noch - Fertigteilmontage bis zum nächsten Frühjahr


Die Bodenplatte ist fast fertig und die Bauarbeiten für die Außenmauern haben begonnen.

Auf der Baustelle am Berliner Platz haben inzwischen die Akteure gewechselt: Nach der für den Bodenaushub zuständigen Firma Gollwitzer hat jetzt die Arbeitsgemeinschaft "Stadtgalerie-Bau" - bestehend aus den Betrieben Schuckert- und Müller-Bau - die Arbeit aufgenommen.

Noch läuft der Guss der Bodenplatte, im Baustellenbereich hin zur Passstraße sind aber auch schon die ersten Außenwände des untersten Tiefgaragengeschosses installiert worden. In der kommenden Woche wird ein vierter Baukran errichtet - und dann folgt Anfang August der Einsatz eines 300 Tonnen-Autokranes, mit dem die Fertigteilmontage so richtig beginnt. Abgeschlossen sein sollen die Rohbauarbeiten im Frühjahr nächsten Jahres.
Gruppe

Großbildansicht Dieter Giebelstein (rechts) und Christina Kleinheins von der Stadtverwaltung sind mit dem Baufortschritt am Berliner Platz zufrieden.

Derzeit sind nach Mitteilung der Bauleitung in der Riesengrube etwa 40 Bauarbeiter beschäftigt. In der Hauptphase, insbesondere wenn der Innenausbau startet, werden es bis zu 200 Beschäftigte sein, die immense Baumengen verarbeiten: So werden 10.000 Kubikmeter Beton verwendet, um die mehr als 25.000 Tonnen schwere Bodenplatte zu erstellen. 3.500 Tonnen Bewährungsstahl werden eingesetzt, davon 2.000 Tonnen wiederum für die Bodenplatte und über 1.500 Tonnen in den Fertigteilen für die Decken und Wände. Die oberen Etagen des Kaufland-Baus sollen, so der leitende Architekt Rolf Schmidt, bis Februar 2009 fertig sein. Danach kann der Innenausbau beginnen.

In Abstimmung will die Stadtverwaltung dann im Frühjahr 2009 mit weiteren "ihrer" Aktivitäten starten: der Gestaltung des Berliner Platzes und der Umbau des Kreuzungsbereiches an der Passstraße. "Dafür werden wir für den Berliner Platz cirka zwei Millionen Euro und für den Kreuzungsumbau 1,4 Millionen Euro in die Hand nehmen", erläutert der städtische Baukoordinator Dieter Giebelstein. Bereits angelaufen sind die Vorarbeiten zum Umbau des Gleiwitzer Platzes, der während des ZOB-Ausbaus als Ersatz die Busdrehscheibe darstellen wird. Zurzeit läuft hier das Ausschreibungsverfahren für die notwendigen Arbeiten. So gut wie fertig sind die Ersatzparkplätze für den Gleiwitzer Platz, angelegt auf einem Stellplatzbereich an der Jahnstraße.

Bevor die ZOB-Neugestaltung beginnen kann, muss dann zunächst der noch vorhandene, ehemalige Fußgängertunnel verfüllt werden. Dies kann nach Auskunft von Dieter Giebelstein von Jahresbeginn bis April 2009 stattfinden. Der 4,5 Millionen Euro teure ZOB-Ausbau könnte dann bis zum Frühjahr 2010 beendet sein.

Noch nichts sagen können Dieter Giebelstein und Planungsamtsleiterin Christina Kleinheins zu den beabsichtigten Sanierungsarbeiten am und im Hansazentrum. Christina Kleinheins dazu: "Die Vorgespräche zur Bauantragstellung mit den städtischen Abteilungen laufen. Doch noch ist der Bauantrag nicht konkret gestellt." Vermutet wird jedoch, dass dies in den nächsten Wochen der Fall sein wird, wonach sich dann eine etwa halbjährige Antragsprüfungsphase anschließen würde. Auf einen möglichst schnellen Baubeginn im Hansazentrum sind die Vertreter des Stadtgalerie-Baus derzeit allerdings ebenso wenig erpicht wie die städtischen Vertreter, da schon die Koordinierung der geschilderten Baumaßnahmen nicht ohne Probleme zu leisten ist.

(15.07.2008)