Innenausbau des Hallenbades geht zügig voran
Dass an der Parkstraße ein neues Hallenband entstehen soll, ist mittlerweile aufgrund des Baufortschrittes deutlich erkennbar. Alle Zeitpläne sind voll im Soll. Von außen ist die Konstruktion für den Sprungturm sichtbar, von innen lässt sich deutlich ausmachen, wo einmal Umkleidekabinen, Duschen und der Eingangsbereich entstehen sollen. Zwar noch ohne Fliesen in nacktem Beton, aber bereits eindeutig identifizierbar sind die Wasserbecken und die Schwimmhalle.
John Engeln von der Firma Pelikaan, die das neue Hallenbad baut, und Willi Loeven vom Fachbereich Zentrale Gebäudewirtschaft können optimistisch in die Zukunft blicken. Der Baufortschritt am Hallenbad ist im Plan, so dass im Herbst die ersten Schwimmgäste kommen können. Noch arbeiten alle beteiligten Gewerke an der Vollendung des Gebäudes.
In der Betonwanne mitten im Baukörper, wo das 25 Meter lange Schwimmbecken mit sechs Bahnen entstehen wird, stehen zurzeit Gerüste. Sie dienen dazu Arbeiten in der Höhe zu ermöglichen. Eine Kolonne mit Arbeitern verkleidet bereits die Decke der Schwimmhalle. Fliesen sind bereits in den Duschräumen verlegt und müssen nur noch verfugt werden. Auch die Rahmen für die Verglasung sind bereits vorhanden.
Herzstück des neuen Schwimmbades sind die Technikräume im Keller. Hier wird bei Betrieb das Wasser aufbereitet und geheizt. Mittels Salzelektrolyse wird das Chlor gewonnen, dass trotz modernster Aufbereitung noch immer zur Desinfektion des Wassers nötig ist. "Mit dieser Methode sparen wir uns die Verwendung von Chlorgas, was in der Handhabung nicht immer einfach war," erläutert Willi Loeven. Auch benötige das neue Hallenbad kaum noch zusätzliches Trinkwasser. "Muss bei veralteten Techniken regelmäßig ein Großteil des Wassers getauscht werden, können wir jetzt mit nur noch 30 Liter pro Badegast kalkulieren", so Loeven.
Versorgt wird das Schwimmbad mit Grundwasser. Dafür wurden eigens drei Brunnen angelegt, deren Zuflüsse miteinander verschaltet sind. Je nach Ergiebigkeit und Bedarf kann so die optimale Menge für das Bad bereitgestellt werden. Auf nachhaltiges Wirtschaften wird auch bei der Erwärmung des Badewassers gesetzt. Rund 850 Quadratmeter an Solarkollektoren befinden sich auf dem Dach des neuen Hallenbades. Sie tragen zur hohen Wirtschaftlichkeit des Baus und zu einer geringen Kohlendioxid-Immission im laufenden Betrieb bei.
Nicht zu sehen ist die Dachdämmung. Dazu müsste man sich das auf Dach begeben, denn gedämmt wird nicht "von unten" sondern die Dämmung befindet sich unmittelbar auf dem Flachdach. Dämmplatten kann man aber auf den Außenmauern an den Stellen sehen, an denen sie bereits montiert sind. Auch diese Dämmung soll helfen, die laufenden Betriebkosten zu senken.
An Teilen der Wände innerhalb des Baukörpers ist bereits der Putz aufgebracht und härtet aus. Danach können die Fliesenleger ans Werk gehen. Vorgesehen sind für die Becken hellblaue Fliesen, zusammen mit dem Wasser erscheinen sie dann türkisfarben. Die Umläufe sollen einen dezenten Gelbton bekommen während der Sockel in Anthrazit gehalten wird. Die restlichen Wände werden mit hellen Fliesen in einem leichten Grauton gestaltet.
(02.07.2008)

