Obertöne vor Ort - 'overtone meets india'
| Datum: | Freitag, 16.04.2010 |
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| Ort: | Ev. Martinskirche Osterfelder Straße 11 (am Pferdemarkt) 46236 Bottrop |
| Beginn: | 19.30 Uhr (Einlaß: 19 Uhr) |
| Eintrittspreise: | Eintritt frei, Spende erbeten |
| Veranstalter: | Veranstalter: Ev. Martinskirche Bottrop
Kurator/Organisator: Werner Worschech |
Die Begegnung von Obertongesang mit klassischer indischer Musik ist eine Herausforderung der besonderen Art: Indische Instrumente wie Tanpura, Harmonium oder Shrutibox gehören zu den Begleitinstrumenten vieler Obertonsänger. Der klassische indische Gesang kennt zwar keine expliziten Obertöne, wie sie etwa in der Mongolei Tradition haben, doch wer genau hinhört, entdeckt in den komplexen Gesangslinien indischer Ragas einen Reichtum an Obertonklangfarben.
Die Gruppe Anubhab, geleitet von dem Tablaspieler Debasish Bhattacharjee, verbindet klassische indische Musik mit anderen Musikrichtungen wie Jazz, Ethno oder Obertongesang. Sie besteht seit 1998 und gastiert auch regelmäßig in Deutschland. Die Musiker und Obertonsänger Dieter Wienand, Lothar Berger und Werner Worschech werden mit Anubhab in einen musikalisch-klanglichen Dialog treten und versuchen, aus beiden Kulturwelten eine neue Klangdimension zu erschließen.
Lothar Berger Jahrgang 1953, Obertonsänger, Stimmkünstler, Taketina-Rhythmuslehrer aus Köln. Ausbildung in Obertongesang, Improvisation und Chorarbeit u.a. bei Michael Vetter, Reinhart Schimmelpfeng und Christian Bollmann, Taketina-Rhythmuspädagogik bei Reinhard und Cornelia Flatischler, Ästhetisch-Musikalischer Grundbildung (ÄMG) bei Dorothé Marzinzik und Daniel Diestelkamp.
Seine Stimmkunst versteht er als spartenübergreifend, was sich in der langjährigen Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern, Theaterprojekten und Performances widerspiegelt.
Leiter des Bonner Obertonchores, Mitglied im 'Diaphonischen Vokalensemble' von Daniel Diestelkamp, Duo 'vola voce' mit Claudiha-Gayatri Matussek aus München, 'Ensemble Frequenzen' mit Susanne Albsmeier, Silvia Dierigl und Walter Seywald. Kurse und Workshops in: Obertongesang, Stimmimprovisation sowie in Taketina®-Rhythmuspädagogik.
Dieter Wienand Jahrgang 1959, Musiker, Mystiker, Anstifter zum Singen, spiritueller Wegbegleiter und Wegbereiter mystischer Erfahrungen. Studierter evangelischer Theologe, heute allerdings mit weit umfassender spiritueller Sicht: "Es gibt viele Lampen, aber nur ein Licht und "Religion trennt, Spiritualität verbindet", über 20 jährige musikpädagogische Erfahrung als Musikschullehrer und Leiter, Obertonsänger und Anleiter zum freien Singen, Entdecker außergewöhnlicher Klangräume, Bariton im Düsseldorfer Obertonchor von Christian Bollmann, konzertiert und lehrt in ganz Europa Freude an der eigenen Stimmentfaltung und gemeinsamem Klang, Organisator des Gesang Festivals "Köln Tönt" im Jahr 2004 und 2005.
Werner Worschech seit fast zwei Jahrzehnten mit Klang und Obertönen unterwegs, wurde besonders durch seine Fähigkeit bekannt, meditative, frei fließende, sich ständig verdichtende und wieder auflösende Klanggebilde von beeindruckender Intensität zu erzeugen. Besonders hervorzuheben ist sein sensibles Gongspiel.
Werner Worschech entführt seine Zuhörer mit sehr obertonreichen Instrumenten (Monochord, Tanpura, Gongs, (Kristall-)Klangschalen) und seiner sanften, tief gehenden Stimme in die Welt des Lauschens und somit zu sich selbst. Kurator/Organisator von »Obertöne vor Ort« , Konzerte und spartenübergreifende Performances, Seminarleiter für Klang- und Stimmerfahrungen, Klangforscher, Klangtherapeut.
Die Veranstaltungsreihe »obertöne vor ort« entstand im November 2006 als Kooperationsform der Ev. Martinskirche Bottrop und dem Musiker und Klangkünstler Werner Worschech.
Tragender und prägender Gedanke hierbei war und ist es, den Menschen in Bottrop und Umgebung eine außergewöhnliche Veranstaltungsreihe auf einem künstlerisch hohen Niveau anzubieten, die allen Interessierten zugänglich ist (leider können finanzschwache Menschen heute selbst am subventionierten Kulturbetrieb oft nicht mehr teilnehmen).
Das bedeutet aber nicht, daß die Veranstaltungen »geschenkt« sind, denn die auftretenden Künstler (in der Regel Profis) müssen auch ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Sie kommen oft von weit her und arbeiten inklusive An/Ab-Fahrt- und Auf/Abbauarbeiten nicht selten bis zu zwölf Stunden an diesem Tag für das Zustandekommen eines Konzertes. Sie kommen im Vertrauen darauf, daß das Publikum, seinen wichtigen Anteil am Gelingen und Fortbestand der Veranstaltungsreihe beiträgt, indem es am Ende des Konzertes den Beitrag seines Ermessens spendet.
Somit steht und fällt diese Reihe mit den vier Säulen Ev. Martinskirche Bottrop und Werner Worschech (jeweils ehrenamtliche Organisation), dem Vertrauensvorschuß der auftretenden Künstler welche das Hauptrisiko tragen, und dem Publikum.
Nur so kann gemeinsam diese Tragfähigkeit immer wieder neu erschaffen und bewahrt werden. Dann werden wir sicher auch in den nächsten Jahren wunderbare Klangkonzerte auf höchstem internationalen Niveau in der Ev. Martinskirche Bottrop erleben können.





