Städtepartnerschaften
Bottrop unterhält einen intensiven Austausch mit vier ausländischen und zwei deutschen Städten.
Tourcoing
Die erste Partnerschaft mit einer ausländischen Stadt wurde im Juni 1967 mit der französischen Stadt Tourcoing geschlossen, wobei die Gespräche zwischen beiden Städten bereits 1959 aufgenommen worden sind. Noch im gleichen Jahr machten die Schwimmvereine der beiden Städte mit gegenseitigen Besuchen den Anfang. 1961 nahm die erste offizielle Tourcoing-Delegation unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Lecocq am Bottroper Karneval teil.Glanzpunkte in den Beziehungen waren die Deutsch-Französischen Wochen 1973 in Bottrop sowie 1975 und 1977 in Tourcoing in ihrer Art genauso wie 1981 in Paris die Verleihung des Preises der Städtepartnerschaft an beide Städte.
Die 95.000 Einwohner zählende Gemeinde Tourcoing liegt nördlich von Lille an der Grenze zu Belgien. Die Textilindustrie, der Versandverkauf sowie Transport- und Logistikunternehmen sind die wirtschaftlichen Schwerpunkte Tourcoings.
In den wechselseitigen Beziehungen haben über die Jahre insbesondere der Austausch zwischen Schulen, das sportliche Mit- und Gegeneinander und der Kontakt zwischen kulturell tätigen Gruppen eine Rolle gespielt. Eine ähnliche Entwicklung haben auch die Partnerschaften zu den anderen vier Städten genommen. Eine besondere Triebfeder für die Partnerschaft zwischen Bottrop und Tourcoing sind bis heute die örtlichen Gruppierungen der Deutsch-Französischen Gesellschaft und der "Amis de Bottrop".
- www.ville-tourcoing.fr
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Blackpool
Im Oktober 1973 wurde die Partnerschaft zwischen Bottrop und dem englischen Seebad Blackpool aufgenommen. Vorausgegangen war dem ein Jahr zuvor der vom britischen Generalkonsul in Düsseldorf vorgetragene Wunsch Blackpools, eine deutsche Partnergemeinde zu finden. Nach einer Reise von Blackpooler Spitzenvertretern aus Rat und Verwaltung in die Städte Bottrop, Hamm und Oldenburg entschied man sich in Blackpool für die Aufnahme der Beziehungen mit Bottrop. Offiziell besiegelt wurde die Partnerschaft allerdings erst im August 1980 mit dem Austausch der Partnerschaftsurkunden.Die an der britischen Westküste nördlich von Liverpool gelegene Stadt hat rund 146.000 Einwohner und ist einer der beliebtesten Urlaubsorte auf der Insel. Eine der größeren Attraktionen in diesem europäischen "Las Vegas" mit seinen vielen Shows und Spielmöglichkeiten ist der Freizeitpark "Pleasure Beach". Über 2.500 Hotels, Pensionen und Unterkunftsmöglichkeiten mit Selbstversorgung nehmen bis zum Saisonabschluss, den "Illuminations", die Feriengäste auf. Während der "Lichterwochen" wird die etwa acht Kilometer lange Uferstraße in Lichtornamenten mit Millionen von Glühbirnen geschmückt.
Moderne Fußgängerzonen mit Geschäften und Kaufhäusern machen Blackpool zu einem der größeren Einkaufszentren in Nordengland. Neben dem Tourismus gibt es in Blackpool Arbeitsplätze in verschiedenen Industrieunternehmen, so in der Fabrikation von Gebäck und Süßigkeiten, und in der Informations- und Kommunikationsbranche.
- www.blackpool.gov.uk
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Veszprém
Die ungarische Stadt Veszprém, mit der Bottrop im September 1988 eine Partnerschaft eingegangen ist, liegt am Plattensee, ist Standort einer Universität und zählt rund 62.000 Einwohner. Veszprém ist seit dem 11. Jahrhundert Bischofssitz. Bistum und Domkapitel waren denn auch bestimmend für die Besiedlung der ungarischen Kommune und der landschaftlich schönen Umgebung. Die Kirche war darüber hinaus Motor für Wirtschaft, Kultur und gesellschaftliche Entwicklung.Die "Hauptstadt" des Landkreises Bakony ist eine an Baudenkmälern und sonstigen historischen Kleinoden reiche Stadt (z.B. Kirchenschätze und Raritäten der Handwerksgeschichte) und zugleich das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region. Auf diesen Hintergründen und durch ihre direkte Lage am Plattensee ist Veszprém ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.
Als regionaler Verwaltungssitz hat die Stadt ebenso Bedeutung wie als Universitätsstandort mit den Fachbereichen Technik/Ingenieurwesen, Technologie und Elektroingenieurwesen, Wirtschaft, Lehramt und Landwirtschaft. Im Wirtschaftsleben Veszpréms spielt die Produktion von Kfz-Teilen, elektronischen Gütern, Möbeln und Baumaterialien eine tragende Rolle. Hauptarbeitgeber im größten Industriegebiet der Stadt, dem Videoton-Industriepark, sind die Firmen IBM und Sony mit 3.000 Beschäftigten. Erste ausländische Unternehmen in Veszprém waren der österreichische Dachziegelhersteller Bramac und die deutsche Firma Balluff.
- www.veszprem.hu
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Gliwice (Gleiwitz)
Seit langem bestanden Bemühungen, eine Zusammenarbeit zwischen Bottrop und dem polnischen Gliwice zu begründen. Am 3. Juni 2007 wurde die Partnerschaft in einem feierlichen Festakt von beiden Seiten beurkundet. Zuvor hatte es eine Reihe von Anstrengungen gegeben, eine Zusammenarbeit zu begründen und auszubauen. Am 10. Juli 2004 unterzeichneten beide Städte einen Kooperationsvertrag.Gleiwitz hat ca. 200.000 Einwohner und ist die westlichste Stadt des oberschlesischen Industriegebietes. Die Stadt war lange geprägt von der Eisenindustrie, die seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts hier aufgebaut wurde. Heute prägt die die Automobilindustrie mit General Motors (Opel) die Wirtschaftsstruktur. Das Wappen der Stadt ist in zwei Hälften geteilt, wobei sich links der oberschlesische gelbe Adler auf blauem Grund befindet und rechts ein weißer Wehrturm auf rotem Grund platziert ist.
- www.um.gliwice.pl
Link zur Stadt Gliwice
Berlin-Mitte
Bereits im Jahr 1956 wurden durch erste Kontakte des Stadtjugendringes Verbindungen zum Bezirk Wedding in Berlin aufgenommen und damit die Grundlagen für die erste Städtepartnerschaft gelegt. Vier Jahre später wurde die Sportjugend aktiv. Seit damals werden regelmäßig einmal im Jahr Sportjugendbegegnungen - wechselweise in Berlin und in Bottrop - ausgetragen. An den Wettkämpfen beteiligt sich seit 1964 auch die Sportjugend der französischen Partnerstadt Tourcoing. Nachdem 1966 die Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen offiziell bestätigt wurde, dauerte es jedoch noch bis November 1983, bis beide Gemeinden endgültig die Partnerschaftsurkunden austauschten.Auch Schulklassen, Behinderten- und Seniorengruppen fahren inzwischen regelmäßig nach Berlin-Wedding bzw. Berlin-Mitte. Ein besonderes Ereignis in den Begegnungen war beispielsweise im August 1997 auf ihrer Deutschland-Tournee der Halt der Bottroper "Motorrad-Veteranen" im Wedding, wo sich die Gruppe ins Goldene Buch von Berlin-Wedding eintragen durfte.
Der Wedding ist ein traditionelles Arbeiterviertel in Berlin und lag zu den Zeiten der DDR direkt an der Mauer zum Osttteil Berlins. Bei der Bezirksreform im Jahr 2000 hat der Wedding gemeinsam mit dem Tiergarten und dem alten Ost-Bezirk Mitte den neuen Bezirk Berlin-Mitte gebildet. Nach entsprechenden Gesprächen besteht seit dem 1. Januar 2001 die Partnerschaft nun mit dem Bezirk Berlin-Mitte mit seinen über 316.000 Einwohnern.
- http://www.berlin-mitte.de
Link zum Berliner Stadtbezirk Mitte
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Berliner Freund
Geschenk eines Berliner "Bären" zum silbernen Jubiläum der Städtepartnerschaft
Merseburg
Im März 1989 kam Bottrop in die Schlagzeilen, als die Stadt als zweite Kommune im Ruhrgebiet eine Partnerschaft mit einer Stadt in der damaligen DDR einging.Die Hansestadt Merseburg liegt mit ihren etwa 36.000 Einwohnern im Bezirk Halle, zwischen Thüringen und Sachsen. Die beeindruckende Architektur des spätgotischen Domes, die dreiflügelige Schlossanlage mit gotischen und Renaissance-Bauelementen, das alte Rathaus und etliche weitere Innenstadtgebäude zeugen von der traditionsreichen Vergangenheit der Stadt und der Bedeutung der Kaufleute und Gilden zu Zeiten des Mittelalters. Die Handelsstadt Merseburg wurde zwischen 830 und 850 erstmals im "Herfelder Zehntverzeichnis" als "Mersiburc civitas" erwähnt.
Heute ist Merseburg Industrie- und Arbeiterwohnstadt (Chemiewerke Leuna und Buna), wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Hochschulstandort (so die Fachhochschule Merseburg und der Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg). Die Stadt ist das politische, ökonomische und kulturelle Zentrum des Industriedreiecks Leuna-Buna-Geiseltal.
Bekannt gemacht im Volksmund haben die Stadt auch die Sage vom Merseburger Raben und die sogenannten "Merseburger Zaubersprüche", die als Zeugnis althochdeutscher Literatur 1841 in der Dombibliothek gefunden wurden. Die "Merseburger Zaubersprüche" sind das älteste deutsche Literaturdenkmal mit heidnischem Inhalt. Sie sind in der neu entstehenden Domschatzkammer, gemeinsam mit zahlreichen Schätzen von besonderer kulturgeschichtlicher Bedeutung und künstlerischer Qualität ausgestellt.
2008 war Merseburg Gastgeber des 12. Sachsen-Anhalt-Tages. Durch die Aufnahme der Stadt in die Landesinitiative "Urban 21" im Jahr 2001 konnten viele Projekte zur Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt und der Entwicklung des Dom-Schlossbereiches als touristischer Hauptanziehungspunkt verwirklicht werden. Die Domstadt gehört zu den 19 Städten in Sachsen-Anhalt, die im Rahmen der IBA Stadtumbau 2010 mit dem eigenständigen Konzept "Neue Milieus - neue Chancen" dem Phänomen der "Schrumpfenden Stadt" entgegen wirkt.
- www.merseburg.de
Link zur Stadt Merseburg
(05.06.2007)

