Prosper-Haniel eröffnet neue Abbausohle
Es könnte die letzte große Bergbauinvestition in Deutschland gewesen sein. 100 Millionen Euro wurden auf der Zeche Prosper-Haniel in den Bau einer neuen Sohle investiert. Sieben Jahre vor dem Ende staatlicher Beihilfen wurde nun in 1.159 Metern Tiefe das Millionenprojekt eröffnet. Es ermöglicht den Zugang zu 54 Millionen Tonnen hochwertiger Kohle.
Bereits vor 15 Jahren hat der Bergwerksbetreiber RAG mit den Planungen der siebenten Sohle begonnen. 2004 begannen die Bauarbeiten. Erst seit Frühjahr dieses Jahres steht das endgültige Ausstiegsszenario fest, wonach es ab 2018 keinen subventionierten Bergbau mehr geben wird. "Wir haben mit dem Bau zu kohlepolitsch anderen Zeiten begonnen. Die Zeichen der damaligen Zeit standen nicht auf ein mögliches Auslaufen der Bergbauförderung", erklärte Jürgen Eikhoff, RAG-Vorstandsmitglied, die Investition auf Prosper-Haniel.
Für Oberbürgermeister Bernd Tischler ist die Entscheidung zum Bau der neuen Sohle "ein großes Stück Planungssicherheit". Bis 2018 ist ein effizienter Bergbau in Bottrop möglich. Damit sei der Erhalt von 4.500 Arbeitsplätzen für die kommenden Jahre gesichert. Der Bergbau habe in der Vergangenheit Verantwortung für die Menschen und die Städte übernommen. "Ich setze darauf, dass sich dies in Zukunft nicht ändern wird", sagte Tischler. Er verwies dabei auf InnovationCity, an dem die RAG mit Projekten zur regenerativen Energieerzeugung beteiligt ist.
Für Oberbürgermeister Bernd Tischler ist die Entscheidung zum Bau der neuen Sohle "ein großes Stück Planungssicherheit". Bis 2018 ist ein effizienter Bergbau in Bottrop möglich. Damit sei der Erhalt von 4.500 Arbeitsplätzen für die kommenden Jahre gesichert. Der Bergbau habe in der Vergangenheit Verantwortung für die Menschen und die Städte übernommen. "Ich setze darauf, dass sich dies in Zukunft nicht ändern wird", sagte Tischler. Er verwies dabei auf InnovationCity, an dem die RAG mit Projekten zur regenerativen Energieerzeugung beteiligt ist.
Besondere Verbundenheit zum Bergbau
Der RAG-Betriebsratsvorsitzende Ludwig Ladzinski wies auf die 150-jährige Tradition des Bergbaus in Bottrop hin. Die kommenden sieben Jahre seien für ihn eine Chance, die Zukunft des Bergbaus zu gestalten. "Wir Bergleute sind noch da. Die Ärmel bleiben aufgekrempelt", sagte der Arbeitnehmervertreter.Oberbürgermeister Bernd Tischler hatte die Schirmherrschaft für die Eröffnung der neuen Sohle übernommen. Symbolisch zerschnitt er ein rotes Band und gab damit die Millionen-Investition für den Betrieb frei. Tischler: "Die Verbundenheit der Stadt mit dem Bergbau wird immer eine besondere Bedeutung haben."
Der Bau der siebenten Sohle dient zunächst dazu, die Logistik unter Tage zu verbessern. Ab 2014 werden dann neue Steinkohlevorkommen erschlossen. Die hochwertige Steinkohle reicht theoretisch für 20 Jahre Abbaubetrieb aus. Technisch zugänglich sind überdies Lagerstätten für 20 weitere Jahre. Mit der siebenten Sohle dringt die RAG rund 200 Meter tiefer in das Erdinnere vor, als die sechste Sohle in 920 Metern Tiefe. Die neue Sohle hat einen Durchmesser von etwa 14 Metern. Sie wird mit 4.000 Tonnen Stahl und 20.000 Kubikmetern Beton vor dem Einstürzen gesichert.
(27.05.2011)



