NRW-Wirtschaftsminister will Bergbau-Technik erhalten
Die wirtschaftliche Zukunft der Emscher-Lippe-Region ist Thema eines Treffens von Bürgermeistern, Landräten und Wirtschaftsvertretern im Bottroper Rathaus gewesen. Gemeinsam mit dem NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger berieten die Mitglieder des Aufsichtsrats von Win-Emscher-Lippe über den Strukturwandel.
Der Aufsichtsrat der Win-Emscher-Lippe GmbH traf sich mit dem NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger in Bottrop.
Anlass für das Treffen war das für 2018 vorgesehene Ende der subventionierten Steinkohleförderung. "Wir hatten eine ausführliche und offene Diskussion mit dem Minister", sagte Oberbürgermeister Bernd Tischler nach der Sitzung. Tischler ist Aufsichtsratsvorsitzender der Win-Emscher-Lippe.
Auch Minister Voigtsberger lobte die Gesprächsatmosphäre. "Ich habe einen Einblick in die Problemlagen bekommen", sagte er. Gemeinsam mit den Kommunen und der Bezirksregierung wird sein Ministerium einen Aktionskreis bilden, der sich auf den Strukturwandel konzentriert. Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler betonte, dass sich die Schließung der Bergwerke auf die Beschäftigung auswirken werde: "Mit jedem Arbeitsplatz im Bergbau gehen etwa 1,3 weitere Arbeitsplätze in der Region verloren. Wir müssen jetzt die Chance ergreifen, den drohenden Arbeitsplatzverlust durch konsequente Begleitung regionaler Aktivitäten abzufedern." Wirtschaftsminister Voigtsberger ging auf die bisher schon geleistete Unterstützung des Landes ein. So wurden in den vergangenen vier Jahren fast zehn Millionen Euro Fördermittel in der Region investiert. Darüber hinaus seien mehrere Flächenprojekte mit Millionenbeträgen gefördert worden. Ein Regionalbudget in Höhe von 900.000 Euro steht kurz vor der Bewilligung an die Win-Emscher-Lippe. Das Land habe schon vieles für die Region getan, werde sich aber auch weiterhin engagieren, sagte der Minister
Voigtsberger betonte seine Position für den Erhalt eines Referenzbergwerks über 2018 hinaus. Zahlreiche Unternehmen hätten die Bereitschaft erklärt, sich an einem Weiterbetrieb zu beteiligen. "Die Kohle hat als Rohstoff für die chemische Industrie eine Zukunft", sagte Voigtsberger. Darüber hinaus diene solch ein Bergwerk dazu, das technische Know-how weiterzuentwickeln. "Die Rohstoffförderung ist eine Schlüsseltechnologie", sagte Voigtsberger. Es sei von europäischer Bedeutung, dass diese Technologie nicht verloren gehe. "Es ist allemal lohnend, dieses weltweit einmalige Wissen zum Bergbau im Land zu halten", so der Minister. Dies sei mit den EU-Vorgaben aus Brüssel vereinbar, soweit keine subventionierte Kohle in den Wettbewerb eingebracht werde. Voigtsberger will, dass die Perspektiven bis 2013 geklärt werden.
Auch Minister Voigtsberger lobte die Gesprächsatmosphäre. "Ich habe einen Einblick in die Problemlagen bekommen", sagte er. Gemeinsam mit den Kommunen und der Bezirksregierung wird sein Ministerium einen Aktionskreis bilden, der sich auf den Strukturwandel konzentriert. Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler betonte, dass sich die Schließung der Bergwerke auf die Beschäftigung auswirken werde: "Mit jedem Arbeitsplatz im Bergbau gehen etwa 1,3 weitere Arbeitsplätze in der Region verloren. Wir müssen jetzt die Chance ergreifen, den drohenden Arbeitsplatzverlust durch konsequente Begleitung regionaler Aktivitäten abzufedern." Wirtschaftsminister Voigtsberger ging auf die bisher schon geleistete Unterstützung des Landes ein. So wurden in den vergangenen vier Jahren fast zehn Millionen Euro Fördermittel in der Region investiert. Darüber hinaus seien mehrere Flächenprojekte mit Millionenbeträgen gefördert worden. Ein Regionalbudget in Höhe von 900.000 Euro steht kurz vor der Bewilligung an die Win-Emscher-Lippe. Das Land habe schon vieles für die Region getan, werde sich aber auch weiterhin engagieren, sagte der Minister
Voigtsberger betonte seine Position für den Erhalt eines Referenzbergwerks über 2018 hinaus. Zahlreiche Unternehmen hätten die Bereitschaft erklärt, sich an einem Weiterbetrieb zu beteiligen. "Die Kohle hat als Rohstoff für die chemische Industrie eine Zukunft", sagte Voigtsberger. Darüber hinaus diene solch ein Bergwerk dazu, das technische Know-how weiterzuentwickeln. "Die Rohstoffförderung ist eine Schlüsseltechnologie", sagte Voigtsberger. Es sei von europäischer Bedeutung, dass diese Technologie nicht verloren gehe. "Es ist allemal lohnend, dieses weltweit einmalige Wissen zum Bergbau im Land zu halten", so der Minister. Dies sei mit den EU-Vorgaben aus Brüssel vereinbar, soweit keine subventionierte Kohle in den Wettbewerb eingebracht werde. Voigtsberger will, dass die Perspektiven bis 2013 geklärt werden.
Die desolate Finanzsituation vieler Emscher Lippe Städte war ein weiteres Thema. So brächten viele Kommunen nicht den für Investitionen notwendigen Eigenanteil von zehn bis 20 Prozent auf. "Wir müssen an das Thema ran", sagte Voigtsberger. Die Entwicklung von Gewerbeflächen dürfe nicht daran scheitern, dass der Eigenanteil nicht aufgebracht werden könne. Voigtsberger wolle mit dem zuständigen Innenminister erörtern, wie eine 100-Prozent-Förderung in Einzelfällen ermöglicht werden könne.
Die Win-Emscher-Lippe GmbH ist die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft der beiden kreisfreien Städte Bottrop und Gelsenkirchen sowie der zehn kreisangehörigen Städte des Kreises Recklinghausen. Der Gesellschaftskonstruktion gehören außerdem 25 Unternehmen, Banken und Verbände an.
(17.06.2011)

