Bottrop wirft Hut für InnovationCity in den Ring

Die Stadt Bottrop hat jetzt ihre Bewerbung zur InnovationCity beim Initiativkreis Ruhr abgegeben und kann dabei auf einstimmige Unterstützung aller Ratsparteien bauen. Der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss hatte zugestimmt. Zuvor hatten Vertreter aller Ratsparteien vor dem Rathaus für die Unterstützung des Projekts demonstriert, das jetzt auf den Weg gebracht ist.

Großbildansicht Bürgermeister Klaus Strehl, Hermann Hirschfelder, Michael Gerber, Andrea Maria Swoboda, Sahin Aydin, Oberbürgermeister Bernd Tischler und Josef Ludes.

"Die unterschiedlichen politischen Lager, Institutionen, Unternehmen und Bürgervertreter wertschätzen und unterstützen diese einmalige Chance", sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. Befürworter fand die Stadt unter anderem bei bekannten Unternehmen wie der RAG, der Sparkasse Bottrop, der Volksbank Kirchhellen, der Evonik Fernwärme, Brabus, MC Bauchemie und der Interessengemeinschaft Knippenburg / Kruppwald. Damit baut die Bewerbung lokal auf breite Unterstützung, denn auch Institutionen wie die Hochschule Ruhr West, das Fraunhofer Institut, der Einzelhandelsverband, die Kreishandwerkerschaft und die IHK Nord Westfalen zählen zu den Unterstützern.

Der gemeinsame Slogan unter dem die Bewerbung firmiert lautet: "Wir machen's vor!". Eine umfangreiche Bewerbungsbroschüre mit Beispielen aus Projekten, die bereits in Bottrop verwirklicht wurden, ist jetzt auf den Weg gebracht worden. Zusammengestellt hat sie eine 20-köpfige dezernatsübergreifende Verwaltungsmannschaft unter der Leitung von Oberbürgermeister Tischler.

Präsentiert werden Ergebnisse aus den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energieeffizienz. Trümpfe der Bewerbung könnten bundesweit einzigartige Modellprojekte wie der "Zero Emission Park" am Kruppwald und Knippenburg oder auch der Gewinn des European Energy Award sein. Auch zukünftige Projekte wie der "Zero Emission Campus" im Zuge des Neubaus der Fachhochschule sind ein Argument für Bottrop. Die Stadt stellt zudem in ihrer Bewerbung heraus, dass sie sich durch einen breiten Mix von zukunftsweisenden Energieträgern auszeichnet. So werden bereits Wasserstoff, Biomasse, Fotovoltaik, Geothermie und Windenergie in dieser Stadt genauso genutzt wie ein ausgeprägtes Fernwärmenetz.

"Bottrop kann seine Zukunftsfähigkeit unter Beweis stellen und die guten Ansätze der Vergangenheit in einem Niedrigenergiestadtteil bündeln", sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. Die Stadt bewirbt sich mit einem circa 2.500 Hektar großen Pilotgebiet im Bottroper Süden einschließlich der Innenstadt. Das Gebiet repräsentiert alle Facetten des Ruhrgebiets. Auf engstem Raum sind Wohnen und Arbeiten, Handel und Gewerbe durch die bergbaulich-industrielle Prägung miteinander verzahnt. Rund 65.000 Einwohner leben hier.

(21.05.2010)



Downloads: