Bottrop profitiert vom Chemie-Boom
Chemsite lockt Investoren in die Emscher-Lippe-Region

Die Chemsite-Initiative ist ein Zusammenschluss des Landes Nordrhein-Westfalen, der chemischen Industrie und Ruhrgebietsstädten. Bottrop ist eine der Partnerkommunen. 800 Arbeitsplätze hängen hier unmittelbar an der chemischen Industrie. Geht es nach Margarete Gersemann wird die Zahl noch steigen: "Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten." Im gesamten Emscher-Lippe-Raum seien rund 11.000 Menschen in der Chemieindustrie beschäftigt.
Einen Besuch des Wirtschaftsförderungsausschusses im Chemiepark Marl nahm der Vorsitzende Hermann Hirschfelder (CDU) zum Anlass, gemeinsam mit Margarete Gersemann und Reiner Goppold, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, auf die sich für Bottrop ergebenden Chancen hinzuweisen. Hirschfelder sieht in den geplanten Ausbauten am Flugplatz "Schwarze-Heide" und der B 224 zur Autobahn A 52 notwendige Voraussetzungen für eine Stärkung des Chemie-Standorts. Reiner Goppold betont die interkommunale Zusammenarbeit in der Emscher-Lippe-Region: "Nicht Oberhausen und Essen sind unsere Konkurrenten, sondern Rom und London."
Chemsite sucht in der ganzen Welt nach ansiedlungswilligen Firmen. Vor allem in den USA, Asien und europäischen Staaten will Gersemann Investoren von der Standortqualität im Ruhrgebiet überzeugen. "Bottrop ist dabei ein ganz wichtiger Partner für uns", sagt sie. Entlang der Wertschöpfungskette gäbe es in Bottrop zahlreiche mittelständische Unternehmen, die von den Industrieanlagen in Marl, Dorsten und Gelsenkirchen profitieren.
Auch von der Wirtschaftsförderung des Landes wollen die Chemiestandorte im Ruhrgebiet profitieren. Margarete Gersemann erklärt, dass sich Chemsite mit drei Projekten an dem von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben initiierten Wettbewerb der Regionen beteiligt.
(16.08.2007)

