Wirtschaft und Wissenschaft wollen CO2 senken
Gewerbegebiet Kruppwald und Knippenburg soll zum "Zero Emission Park" werden
Das Gewerbegebiet Knippenburg und Kruppwald soll zum Modell für ganz Deutschland werden. Unter dem Titel "Zero Emission Park-Projekt" suchen die ansässigen Unternehmen nach Möglichkeiten, zum nachhaltigen Wirtschaften. "Wir sind stolz darauf, dass Bottrop hier eine Vorreiterrolle übernimmt", sagt Christina Kleinheins, Leiterin des Stadtplanungsamtes.
Unterstützung bekommen die insgesamt elf Unternehmen aus der Wissenschaft. Unter der Leitung von Professor Michael von Hauff von der Technischen Universität Kaiserslautern erarbeiten Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen ein Konzept für nachhaltiges Wirtschaften im Bottroper Süden. "Ohne die Ökologie und die soziale Dimension hat die soziale Marktwirtschaft auf lange Sicht keine Überlebenschance", sagt von Hauff während einer Pressekonferenz. Angesichts des demografischen Wandels reiche es nicht, nur nach Wirtschaftlichkeitskriterien zu handeln.
Mittelfristig müssen Unternehmen um Mitarbeiter werben, dafür sei es nötig, soziale Angebote zu schaffen, so Professor von Hauff. Beispiel dafür können Betriebskindergärten sein, die von mehreren Unternehmen betrieben werden und deren Öffnungszeiten sich an den Arbeitszeiten der Eltern orientieren. Ein weiteres Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften ist das Stoffstrommanagement. Das Konzept soll darlegen, welche Unternehmen ihre Produktionsabläufe enger verknüpfen können. "Was in einem Unternehmen als Abfallprodukt anfällt, kann ein anderes vielleicht als Rohstoff nutzen", sagt Björn Becker vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) in Trier. Konkret könnte das anfallende Regenwasser gesammelt werden und dem Reinigungsunternehmen Mewa zur Verfügung gestellt werden.
Das Bottroper Gewerbegebiet ist eines von bundesweit vier Projekten, für die 500.000 Euro Forschungsgelder bereitgestellt wurden. Anstoß für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gegeben. Mit dem Ziel, das Klima zu schützen, sollen Möglichkeiten gefunden werden, den CO2-Ausstoß zu senken.
Bereits in der Vergangenheit haben sich die Bottroper Unternehmen in verschiedenen Workshops darum bemüht, ihre Produktion umweltgerechter und sozialer zu gestalten; so beispielsweise mit dem Projekt "Öko-Profit", in dem es darum ging, Ökonomie und Ökologie zu verbinden. Nunmehr gehe es darum, die Probleme anzugehen, die die einzelnen Unternehmen nicht mehr allein bewältigen könnten, sagt Joachim Blötz von MC Bauchemie. Als Beispiele nennt er die schlechte Anbindung an die Autobahn A42, eine fehlende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die Möglichkeit einer eigenen Energieversorgung für Knippenburg und Kruppwald. "Diese Probleme kann kein Unternehmen allein bewältigen, dafür brauchen wir die Unterstützung und Kompetenz von außen", sagt Blötz. Er betont aber auch die Verantwortung der ansässigen Firmen: "Die Unternehmen sind bereit dafür auch etwas zu geben."
Im Sommer nächsten Jahres soll das Konzept stehen. Die Wissenschaftler wollen bis dahin darlegen, wie die Bereiche Ökonomie, Umweltschutz und Soziales nachhaltig in die Entwicklung des Gewerbegebiets berücksichtigt werden können. Ob die dann vorgeschlagenen Maßnahmen auch umgesetzt werden, ist noch unklar. Die Planer hoffen, dass ihre Idee im Rahmen der Ziel-2-Förderung durch die Europäische Union realisiert werden können und nicht in der Schublade verschwinden.
Unterstützung bekommen die insgesamt elf Unternehmen aus der Wissenschaft. Unter der Leitung von Professor Michael von Hauff von der Technischen Universität Kaiserslautern erarbeiten Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen ein Konzept für nachhaltiges Wirtschaften im Bottroper Süden. "Ohne die Ökologie und die soziale Dimension hat die soziale Marktwirtschaft auf lange Sicht keine Überlebenschance", sagt von Hauff während einer Pressekonferenz. Angesichts des demografischen Wandels reiche es nicht, nur nach Wirtschaftlichkeitskriterien zu handeln.
Mittelfristig müssen Unternehmen um Mitarbeiter werben, dafür sei es nötig, soziale Angebote zu schaffen, so Professor von Hauff. Beispiel dafür können Betriebskindergärten sein, die von mehreren Unternehmen betrieben werden und deren Öffnungszeiten sich an den Arbeitszeiten der Eltern orientieren. Ein weiteres Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften ist das Stoffstrommanagement. Das Konzept soll darlegen, welche Unternehmen ihre Produktionsabläufe enger verknüpfen können. "Was in einem Unternehmen als Abfallprodukt anfällt, kann ein anderes vielleicht als Rohstoff nutzen", sagt Björn Becker vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) in Trier. Konkret könnte das anfallende Regenwasser gesammelt werden und dem Reinigungsunternehmen Mewa zur Verfügung gestellt werden.
Das Bottroper Gewerbegebiet ist eines von bundesweit vier Projekten, für die 500.000 Euro Forschungsgelder bereitgestellt wurden. Anstoß für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gegeben. Mit dem Ziel, das Klima zu schützen, sollen Möglichkeiten gefunden werden, den CO2-Ausstoß zu senken.
Bereits in der Vergangenheit haben sich die Bottroper Unternehmen in verschiedenen Workshops darum bemüht, ihre Produktion umweltgerechter und sozialer zu gestalten; so beispielsweise mit dem Projekt "Öko-Profit", in dem es darum ging, Ökonomie und Ökologie zu verbinden. Nunmehr gehe es darum, die Probleme anzugehen, die die einzelnen Unternehmen nicht mehr allein bewältigen könnten, sagt Joachim Blötz von MC Bauchemie. Als Beispiele nennt er die schlechte Anbindung an die Autobahn A42, eine fehlende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die Möglichkeit einer eigenen Energieversorgung für Knippenburg und Kruppwald. "Diese Probleme kann kein Unternehmen allein bewältigen, dafür brauchen wir die Unterstützung und Kompetenz von außen", sagt Blötz. Er betont aber auch die Verantwortung der ansässigen Firmen: "Die Unternehmen sind bereit dafür auch etwas zu geben."
Im Sommer nächsten Jahres soll das Konzept stehen. Die Wissenschaftler wollen bis dahin darlegen, wie die Bereiche Ökonomie, Umweltschutz und Soziales nachhaltig in die Entwicklung des Gewerbegebiets berücksichtigt werden können. Ob die dann vorgeschlagenen Maßnahmen auch umgesetzt werden, ist noch unklar. Die Planer hoffen, dass ihre Idee im Rahmen der Ziel-2-Förderung durch die Europäische Union realisiert werden können und nicht in der Schublade verschwinden.
(20.03.2008)


