Internationale Auszeichnung für Öko-Strom aus Bottrop
Wasserstoffprojekt der Emschergenossenschaft erhält "Project Innovation Award "
Das Wasserstoff-Projekt am Klärwerk in Bottrop ist international Spitze. Die Anlage der Emschergenossenschaft wurde von der International Water Association (IWA) mit dem Project Innovation Award ausgezeichnet. Im Rahmen eines Forschungsprojektes stellt die Emschergenossenschaft aus Faulgas Wasserstoff her.
Die IWA hat ihren Hauptsitz in London. Sie zeichnet jährlich weltweit herausragende Projekte im Bereich des Wasseringenieurswesens aus. In diesem Jahr ging der erste Preis im Bereich "Regionale Gewinner Europa" an die Emschergenossenschaft für ihr Projekt "EuWaK - Erdgas und Wasserstoff aus Kläranlagen". Der Preis wurde im September anlässlich des IWA World Water Congress in Wien verliehen. Voraussetzungen für die Auszeichnung sind neue oder verbesserte Prozesse, Instrumentarien oder Kontrollmöglichkeiten innerhalb des Wasseringenieurswesens.
Die IWA hat ihren Hauptsitz in London. Sie zeichnet jährlich weltweit herausragende Projekte im Bereich des Wasseringenieurswesens aus. In diesem Jahr ging der erste Preis im Bereich "Regionale Gewinner Europa" an die Emschergenossenschaft für ihr Projekt "EuWaK - Erdgas und Wasserstoff aus Kläranlagen". Der Preis wurde im September anlässlich des IWA World Water Congress in Wien verliehen. Voraussetzungen für die Auszeichnung sind neue oder verbesserte Prozesse, Instrumentarien oder Kontrollmöglichkeiten innerhalb des Wasseringenieurswesens.
Wasserstoff aus Faulgas
Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft, insbesondere im Verkehrssektor. Die Emschergenossenschaft setzt darauf, dass Kläranlagen erste wichtige Bausteine der künftigen Wasserstoff-Infrastruktur sein können und damit einen bedeutenden Beitrag für die Etablierung der Wasserstofftechnologie leisten.Das Besondere am Pilotvorhaben EuWaK: Erstmals wurde die komplette Wasserstoff-Infrastruktur vom Klärschlamm bis zum Wasserstoff-Endverbraucher errichtet. Projektziel ist die Herstellung von hochreinem Wasserstoff aus Klärschlamm und anderer Biomasse, der in Brennstoffzellen-Fahrzeugen als Kraftstoff genutzt werden kann. In Bottrop wird aus dem Faulgas im ersten Schritt Bioerdgas, das bereits zum Teil für betriebseigene Gasfahrzeuge genutzt wird.
Im zweiten Schritt wird das übrige Bioerdgas durch Dampfreformierung zu Wasserstoff umgewandelt. Als Verbraucher für den Wasserstoff dient in Bottrop keine Brennstoffzelle, sondern ein Verbrennungsmotor. Der Wasserstoffmotor reagiert auf Wasserstoff-Qualitätsschwankungen weniger sensibel als Brennstoffzellen. Zudem ist der Motor weitaus kostengünstiger und verfügt über eine erheblich längere Nutzungsdauer.
Der Wasserstoffmotor steht im Schulzentrum Welheimer Mark und ist mit einer etwa ein Kilometer langen Rohrleitung mit dem Emscher-Klärwerk verbunden. Am Schulzentrum dient der Wasserstoff zur Strom- und Wärmeversorgung.
Mit dem Bau der Anlage wurde im Mai 2007 begonnen. Nach sieben Monaten lief der Betrieb an. Während eines jetzt beginnenden zweijährigen Forschungsbetriebs soll die Anlage unter wissenschaftlicher Begleitung optimiert werden.
(03.11.2008)

