Bergwerk Prosper-Haniel
Das Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop ist eines von neun Bergwerken, die von der Deutschen Steinkohle AG an der Ruhr, in Ibbenbüren und im Saarland betrieben werden. Insgesamt 4.190 Beschäftigte hat das Bergwerk, die im Jahr rund 4,07 Millionen Tonnen hochwertiger Kohle fördern (Zahlen 2005). Sie wird in erster Linie vornehmlich zur Erzeugung von Strom eingesetzt.
Bei der Förderung setzt der Betreiber, die Deutsche Steinkohle AG (DSK) auf modernste Technik und einen hohen Automatisierungsgrad mit Computer gesteuerten Systemen. Diese Technik steuert den Betriebsablauf, bei dem die Kohle aus Tiefen zwischen 700 und 1.100 Metern gewonnen wird. Über zwei Bandanlagen, die eine Höhendifferenz von rund 1.000 Metern überwinden, wird der Energierohstoff nach über Tage transportiert. Das Streckennetz unter Tage beträgt 138 Kilometer. Das Bergwerk ist daneben auch Ausbildungsbetrieb und mit 360 Azubis der größte Ausbilder in Bottrop. Das Angebot erstreckt sich über 24 Berufe.
Der Bergbau in Bottrop hat eine 150jährige Geschichte. Seit Aufnahme der Förderung wurden im Bereich des Bergwerks über 300 Millionen Tonnen Steinkohle gewonnen. Vier ursprünglich eigenständige Bergwerke haben sich zum Bergwerk Prosper-Haniel zusammengeschlossen. Die Technik, mit der die Kohle abgebaut und gefördert wird, steht auf einem sehr hohen Niveau. Eingesetzt werden Hightech-Produkte, die gemeinsam mit der Zulieferindustrie und mit Hochschulen entwickelt werden.
Die Förderung von Energieressourcen wie Gas, Öl und Kohle bedeutet generell auch immer einen nachhaltigen Eingriff in den Naturhaushalt. Als Unternehmensziel hat die DSK für den deutschen Steinkohlebergbau festgeschrieben, der Förderung möglichst ökologisch gerecht zu gestalten. So sollen Beeinträchtigungen der Landschaft und der Natur wo immer möglich vermieden und gemindert werden. Beispiel dafür ist der Abbauverzicht unter dem Rotbach.
Auswirkungen durch den Abbau, die nicht vermeidbar sind und somit zu Veränderungen im Naturhaushalt führen, sind in einem räumlichen Entwicklungskonzept berücksichtigt worden. Begleitet durch ein umfassendes Monitoring-Programm werden turnusgemäß Untersuchungen in der Natur und an den Gewässern durchgeführt. Frühzeitig können so Maßnahmen eingeleitet werden. Beeinträchtigungen auf natürliche Lebensräume werden durch Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen. Ein Beispiel ist die naturnahe Umgestaltung des Gartroper Mühlenbachs auf einer Auenlänge von ca. 1.500 m, angelehnt an seine historische Trasse. Durch diese Maßnahme entsteht eine neue Auenlandschaft mit periodischen Kleingewässern, Altgewässern und Altarmen.
Anschrift:
Bergwerk Prosper-Haniel
Fernewaldstraße
46242 Bottrop
Telefon: (02041) 59-0
Telefax: (02041) 59-3120
(30.03.2006)



